Kultur

Cebuano-Illustratorin Alreena Levy verbindet lokale Identität mit moderner Kunst

Die in Bogo City, Cebu, aufgewachsene Illustratorin Alreena Levy, in der Kreativszene auch als Arteena Lefty bekannt, nutzt ihre Kunst, um die Lebenswelt und die kulturelle Identität der Region Cebu darzustellen. Ihr Stil zeichnet sich durch eine Mischung aus spielerischem Humor und traditioneller philippinischer Bildsprache aus, die eine besondere lokale Wärme vermittelt.

Aerial shot of the Cuayan Bugtong church in Candaba, Pampanga, Philippines
Symbolbild: Envato

Levys künstlerische Wurzeln liegen in ihrer Kindheit, geprägt durch Schulbuchmessen und Sonntagscomics. Besonders die Illustrationen in den von ihrer Mutter gekauften Geschichten hinterließen einen bleibenden Eindruck. Diese frühen Einflüsse, kombiniert mit dem Studium von Comic-Strips in der Wochenpresse, lehrten sie, dass visuelles Erzählen vor allem von Timing, Gefühl und einem geschärften Blick für das Alltägliche lebt.

In ihren Werken verarbeitet Levy gezielt die Sprache Binisaya sowie den spezifischen Humor der Cebuano. Ein Beispiel für ihre Auseinandersetzung mit der Geschichte ist das 2021 erschienene Werk „Unang Kadaugan“. Darin interpretiert sie die Schlacht von Mactan aus einer lokalen Perspektive neu. Durch die Recherche in historischen Quellen wie den Aufzeichnungen von Pigafetta sowie die Teilnahme an Fachgesprächen über die vorkoloniale Geschichte suchte sie danach, die Strategien, die Ernährung und die Emotionen der Einheimischen in den Vordergrund zu stellen.

Auch das tägliche Leben und die festliche Atmosphäre Cebus finden in ihren Projekten Ausdruck. So umfasst das Spielkartendeck „Pista“ Symbole aus dem philippinischen Alltag, wie etwa Kamunggay-Blätter, Inihaw-Gerichte oder Puso-Reis. Levy betont, dass sie die entspannte und zugleich feierliche Lebensart der Region in ihrer Kunst einfangen möchte.

Der Arbeitsprozess der Illustratorin hat sich durch den Einsatz digitaler Werkzeuge und die Zusammenarbeit mit Verlagen gewandelt. Während digitale Arbeit mehr Freiheit bietet, bringen Publikationsprojekte wie „Pista“, „Unang Kadaugan“ oder das im Jahr 2025 erschienene „Maya Malipayon“ eine feste Struktur und Zeitpläne mit sich. Levy legt dabei Wert auf ein kontrolliertes Arbeitstempo, um Burnout zu vermeiden und die Qualität der Werke zu sichern. In der Zusammenarbeit mit Autoren versteht sie den Prozess als einen kontinuierlichen Austausch, um sicherzustellen, dass der visuelle Ton mit den Texten harmoniert.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.