Cebu: Mehr als 20.000 Kinder von Wachstumsverzögerungen betroffen
Redaktionell am 21. Juli 2026 aus der Originalmeldung, dem ausführlichen SunStar-Bericht und dem irrtümlich separat erfassten CDN-Rückblick zusammengeführt.
In der Provinz Cebu sind nach der Erhebung Operation Timbang Plus 2025 des Regionalbüros 7 des National Nutrition Council (NNC) insgesamt 20.664 Kinder von Wachstumsverzögerungen betroffen. Außerdem wurden 8.672 untergewichtige Kinder und 7.152 Kinder mit akuter Mangelernährung erfasst. Cebu lag damit bei den wichtigsten Ernährungsindikatoren in Central Visayas durchgehend an zweiter Stelle.
Die Cebu Daily News beschreibt die Lage als dreifache Belastung. Neben zu geringer Nährstoffzufuhr und Wachstumsverzögerungen treten bei Kindern auch Übergewicht sowie ein Mangel an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen auf.
Als Teil der Gegenmaßnahmen plante der Provinzschulrat ein auf 120 Tage angelegtes Schulernährungsprogramm. Der Auftakt sollte am 15. Juli in Balamban stattfinden. Dafür waren 100 Millionen Pesos aus dem Sonderfonds für Bildung vorgesehen. Vorrang sollten Kinder mit Wachstumsverzögerungen haben; langfristig sollten jedoch alle Schülerinnen und Schüler erreicht werden.
Kindergartenkinder sollen einmal pro Woche eine warme Mahlzeit und an den übrigen Tagen Snackpakete wie Nutribuns, Kekse und andere vom Department of Science and Technology geprüfte Produkte erhalten. Um die Wirkung zu kontrollieren, sollen die Kinder vor, während und nach dem Programm gewogen werden.
An der Umsetzung sind das Sozial- und Wohlfahrtsamt der Provinz, der Katastrophenschutz, das Gesundheitsamt, das Bildungsministerium und die Kommunen beteiligt. Lehrkräfte sollen das Programm begleiten, aber weder die Zubereitung noch die Logistik übernehmen. Der Katastrophenschutz soll die Mahlzeiten kochen, das Sozialamt die Durchführung koordinieren. Das Bildungsministerium betreibt parallel ein eigenes Ernährungsprogramm für die Klassen 1 bis 3.
Zusätzlich kündigte die Provinz sieben mobile Küchen, 600.000 Vitamin-A-Kapseln, 300.000 Eisenpräparate und Nahrungsergänzungsmittel im Wert von 12,65 Millionen Pesos für Kleinkinder und Schwangere an. Gouverneurin Pamela Baricuatro hatte Mangelernährung als eine wichtige Ursache für die schwachen schulischen Leistungen in der Provinz bezeichnet: Hungrige Kinder könnten dem Unterricht schlechter folgen.