Gesellschaft: Metro Manila

Bischof warnt Eltern vor Abgabe der Erziehung an Dritte

Der katholische Bischof Oscar Jaime Florencio hat Eltern dazu aufgerufen, die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder nicht an andere Personen zu übertragen. In einer Ansprache über den kirchlichen Radiosender Radyo Veritas betonte der Bischof des Militärvikariats der Philippinen (Military Ordinariate of the Philippines), dass die zu Hause vermittelten Lektionen ein Leben lang Bestand haben könnten.

closeup security guard man in public area standing secure people or place outdoor.coffeekai
Symbolbild: Envato

Florencio erklärte, dass Eltern die primären Lehrer ihrer Kinder bleiben müssten, insbesondere wenn es um den Glauben und die Vermittlung von Werten geht. Er mahnte, die Aufgabe der Charakterbildung nicht an Dritte abzugeben, da das, was in der frühen Phase gelernt wird, dauerhaft im Gedächtnis bleibe. Eltern trügen eine heilige Verantwortung, die grundlegenden Einstellungen und Werte ihrer Kinder von Beginn an zu prägen.

Die Äußerungen des Bischofs erfolgten im Anschluss an eine Massenhochzeit am 27. August in der Santuario de San Vicente de Paul Parish in Quezon City. Bei der Zeremonie gaben 17 Paare aus der regionalen Abteilung der Gefängnisbehörde (Bureau of Jail Management and Penology-National Capital Region) ihr Eheversprechen ab.

Der Bischof wies darauf hin, dass Familien das Fundament der Gesellschaft bilden und Probleme im häuslichen Umfeld letztlich Auswirkungen auf die gesamte Gemeinschaft haben können. Eine fundierte Erziehung könne zudem dazu beitragen, die Entwicklung eines guten Charakters zu fördern und Gewalt unter Jugendlichen in Schulen vorzubeugen. Er rief die frisch vermählten Paare dazu auf, starke Familien aufzubauen und ihre Kinder durch Gebet und den Glauben an Gott zu leiten.

Trotz der Herausforderungen versicherte Florencio, dass die Kirche bereit stehe, Familien in schwierigen Zeiten zu begleiten und zu unterstützen. Zudem kündigte er an, dass das Militärvikariat die Förderung der Sakramente, insbesondere der Ehe, weiterhin vorantreiben werde, da die Zahl der kirchlichen Trauungen rückläufig sei.