Politik: Leyte

Arzt berichtet von ungewöhnlichen Abläufen bei Krankenhausaufenthalt von Martin Romualdez

Der Arzt, der den Abgeordneten aus Leyte, Martin Romualdez, im Cardinal Santos Medical Center aufnahm, bezeichnete die Umstände seines Krankenhausaufenthalts als ungewöhnlich. Dies gab Dr. Kurt Allen Sibayan am Donnerstag während einer Anhörung vor der dritten Abteilung des Sandiganbayan bekannt.

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Quelle: PIA

Gegenstand der Anhörung ist der Antrag von Romualdez auf eine Fortsetzung des Krankenhausaufenthalts im Cardinal Santos Medical Center. Der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses sieht sich derzeit einem Plünderungsklage-Verfahren über 7,4 Milliarden Pesos gegenüber, das im Zusammenhang mit mutmaßlichen Verwicklungen in Unregelmäßigkeiten bei Hochwasserschutzmaßnahmen steht.

Dr. Sibayan erklärte gegenüber dem Gericht, dass er zwar der aufnehmende Arzt war, als Romualdez am 7. September um 16:00 Uhr eintraf, ihm jedoch jegliche medizinische Untersuchung des Abgeordneten untersagt wurde. Er wurde darüber informiert, dass der Zutritt zum Patientenzimmer nicht gestattet sei. Diese Anweisung sei ihm von den behandelnden Ärzten des Patienten, Dr. Rody Sy und Dr. Rosalio Torres, übermittelt worden. Auf die Frage des stellvertretenden Richters Ronald Moreno, ob ein solches Verbot unüblich sei, antwortete Sibayan mit Bejahung. Zudem merkte er an, dass Romualdez nicht die Notaufnahme aufgesucht, sondern direkt ein Krankenzimmer aufgesucht habe.

Laut Dr. Sibayan handelte es sich bei den aktuellen Beschwerden von Romualdez nicht um einen medizinischen Notfall, wenngleich weiterhin ein hohes Risiko für einen Herzinfarkt bestehe. Vor der Aufnahme habe der Abgeordnete über Schmerzen in der Brust geklagt.

Dr. Rosalio Torres sagte ebenfalls aus, dass ein Mitarbeiter von Romualdez ihn darüber informiert habe, dass dieser bereits gegen 9:00 Uhr am Morgen des 7. September über Brustschmerzen klagte. Er habe daraufhin eine stationäre Aufnahme zur weiteren Abklärung empfohlen. Torres sprach sich für eine Fortsetzung der Unterbringung im Cardinal Santos Medical Center aus, da Romualdez ein hohes Risiko für einen möglichen Herzinfarkt trage. Im Falle eines Notfalls müsse eine Behandlung innerhalb einer Stunde möglich sein, was bei einem Transfer in eine andere Einrichtung möglicherweise nicht gewährleistet werden könne. Als medizinische Begründung für die Notwendigkeit der stationären Behandlung nannte Torres eine instabile Angina Pectoris bei zugrunde liegender koronarer Herzkrankheit, was einem drohenden Herzinfarkt gleichkomme. Im Rahmen von Fragen des stellvertretenden Richters Karl Miranda erwähnte Dr. Torres zudem psychische Probleme des Abgeordneten.