Arbeitserlaubnis für Kinder unter 15 Jahren bei Online-Inhalten erforderlich
EditDas philippinische Arbeitsministerium (Department of Labor and Employment, DOLE) hat eine neue Richtlinie erlassen, nach der Kinder unter 15 Jahren eine Arbeitserlaubnis benötigen, wenn sie an öffentlichen Unterhaltungs- oder Informationsprojekten teilnehmen. Dies schließt ausdrücklich auch die Erstellung von Inhalten auf Social-Media-Plattformen ein.
Gemäß der Arbeitsrichtlinie Nr. 12 aus dem Jahr 2026 verweist das DOLE auf das Gesetz Republic Act No. 9231, das Gesetz zum besonderen Schutz von Kindern vor Missbrauch, Ausbeutung und Diskriminierung. Dieses Gesetz verbietet Kindern unter 15 Jahren grundsätzlich die Erwerbstätigkeit. Ausnahmen sind nur unter zwei Bedingungen zulässig: Wenn das Kind unter der alleinigen Verantwortung eines Elternteils oder Erziehungsberechtigten arbeitet und ausschließlich Familienmitglieder beschäftigt sind, oder wenn die Teilnahme des Kindes an öffentlichen Unterhaltungs- oder Informationsformaten als essenziell eingestuft wird.
In beiden Fällen muss jedoch vor Beginn der Tätigkeit eine offizielle Arbeitserlaubnis der Behörde eingeholt werden. Die neuen Leitlinien definieren die Beteiligung an öffentlicher Unterhaltung oder Information sehr breit. Dies umfasst künstlerische, literarische und kulturelle Darbietungen sowie Produktionen, die über Fernsehen, Radio, Kino, Theater, Printmedien oder das Internet verbreitet werden. Dazu zählen explizit auch Streaming-Plattformen, Vlogs, soziale Medien, digitale Werbung, Webserien, Podcasts und Bildungsinhalte.
Das Ministerium stellte klar, dass Kinder unter 15 Jahren, die an der Erstellung von Inhalten für Online-Veröffentlichungen beteiligt sind, eine Erlaubnis für arbeitende Kinder benötigen können, sofern sie oder die jeweilige Tätigkeit unter die bestehenden Richtlinien des DOLE fallen. Die Verantwortung für die Einhaltung dieser Regeln und des Gesetzes liegt bei den Eltern oder Erziehungsberechtigten.
Zudem wurde das Arbeitsministerium aufgefordert, die Bestimmungen des Gesetzes R.A. 9231 streng zu beachten. Dies betrifft insbesondere den Schutz vor Kinderarbeit, Einschränkungen bei der Mitwirkung in Werbespots, die Begrenzung der Arbeitszeiten, Regelungen zum Einkommen arbeitender Kinder sowie Maßnahmen, die den Zugang zu Bildung und anderen lebensnotwendigen Diensten sichern. Bei Verdacht auf Verstöße bittet das DOLE die Öffentlichkeit, dies der Behörde oder anderen zuständigen Stellen zur Untersuchung zu melden.



