Sicherheit

Angriff am Ayungin-Riff: Chinesische Küstenwache verletzt philippinischen Marineangehörigen

Am Montag, den 20. Juli 2026, kam es am Ayungin-Riff (auch bekannt als Second Thomas Shoal) zu einer gewaltsamen Konfrontation zwischen der chinesischen und der philippinischen Küstenwache. Ein Angehöriger der philippinischen Marine wurde dabei verletzt, nachdem er von einem Mitglied der chinesischen Küstenwache mit einem Holzbaton gegen den Kopf geschlagen worden war.

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Quelle: Google

NTF-WPS ereignete sich der Vorfall gegen 9:15 Uhr morgens. Ein festes chinesisches Küstenwache-Schiff mit der Kennnummer 21560 hatte ein Schlauchboot eingesetzt, das sich dem auf Grund gelaufenen Schiff BRP Sierra Madre, das als philippinische Garnison dient, aus nächster Nähe näherte. Trotz wiederholter Aufforderungen der philippinischen Besatzung, das Gebiet zu verlassen, weigerte sich das chinesische Boot, sich zurückzuziehen, und eskalierte die Situation.

Die AFP berichteten zudem, dass das chinesische Schlauchboot, in dem sich acht Besatzungsmitglieder befanden, das BRP Sierra Madre umkreist und dabei Fotos sowie Videos aufgenommen habe. Während des Einsatzes zweier philippinischer Gummiboote, die versuchten, die chinesischen Kräfte fernzuhalten, kam es zum körperlichen Angriff. Neben der Verletzung des Marineangehörigen wurde auch ein philippinisches Gummiboot beschädigt.

Das Verteidigungsministerium der Philippinen bezeichnete den Vorfall als Teil eines klaren Musters von provokativem und feindseligem Verhalten durch die chinesische Küstenwache. Die AFP verurteilten die Handlungen als illegal, zwanghaft und aggressiv. Sie betonten, dass solches Verhalten die Sicherheit gefährde, das Leben des Personals bedrohe und die Spannungen im Westphilippinischen Meer weiter verschärfe.

Die philippinische Regierung betonte ihre Entschlossenheit, die souveränen Rechte und die Gerichtsbarkeit des Landes zu schützen, und erklärte, dass die rechtmäßigen Präsenz- und Versorgungsoperationen am Ayungin-Riff trotz der Aggressionen fortgesetzt werden. Gleichzeitig wurde die chinesische Küstenwache aufgefordert, die gefährlichen Handlungen einzustellen und sich an das internationale Seerecht, UNCLOS, zu halten.

Dieser Vorfall ereignet sich in einer Phase politischer Spannungen, kurz bevor hochrangige Diplomaten beider Länder zu einem regionalen Gipfel in Manila erwartet werden. China beansprucht fast das gesamte Südchinesische Meer für sich, obwohl ein internationales Urteil festgestellt hat, dass diese Ansprüche keine rechtliche Grundlage haben. Eine unmittelbare Reaktion der chinesischen Botschaft in Manila auf die Vorwürfe stand bislang aus.

Quellen