Wirtschaft: Cebu

Wirtschaftsverbände in Cebu warnen vor massiver Erhöhung der Hafengebühren

Die geplante Erhöhung der Gebühren für die Abfertigung inländischer Fracht in den Häfen von Cebu um 25 Prozent sorgt bei lokalen Wirtschaftsvertretern für erhebliche Bedenken. Laut Aussagen der Wirtschaftsverbände könnte dieser Schritt die Kosten in der Logistik und im Vertrieb massiv in die Höhe treiben. Dies würde den Druck auf Unternehmen verstärken und potenziell zu steigenden Preisen für Verbraucher führen.

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Symbolbild: Envato

Die Cebu Chamber of Commerce and Industry (CCCI) erklärte in einer Stellungnahme, dass sie zwar die Modernisierung, die Effizienz, die Sicherheit sowie die finanzielle Nachhaltigkeit der Häfen in Cebu unterstütze. Dennoch lehne der Verband eine sofortige Umsetzung der Gebührenerhöhung ab, solange es keine ausreichende Rechtfertigung, eine klare Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen und einen bedeutsamen Austausch mit den betroffenen Akteuren gebe. Eine Steigerung um 25 Prozent sei signifikant und könne die Kosten für die Geschäftstätigkeit sowie letztlich die Preise für Endverbraucher beeinflussen.

Die CCCI empfahl daher, die Erhöhung aufzuschieben, bis die Cebu Port Authority (CPA) eine umfassende Überprüfung und einen Konsultationsprozess durchgeführt hat. Die CPA hatte am Freitag, den 14. August, bereits eine öffentliche Anhörung zu diesem Thema abgehalten. Die vorgeschlagene Anpassung würde sich auf alle inländischen Waren in sämtlichen Häfen von Cebu beziehen. Sollte eine Anpassung letztlich als notwendig erachtet werden, forderte die CCCI, dass diese angemessen, verhältnismäßig und transparent gestaltet sein müsse und vorzugsweise schrittweise erfolgen sollte, um die Auswirkungen auf Unternehmen und Verbraucher zu minimieren.

Auch die Mandaue Chamber of Commerce and Industry (MCCI) drängte auf eine sorgfältige Prüfung des Vorhabens. Sie verwies darauf, wie entscheidend die Abfertigung inländischer Fracht für eine Archipel-Nation wie die Philippinen sei. Der Güterverkehr zwischen den Inseln sowie der Roll-on/Roll-off-Schiffsverkehr seien für die Bewegung und Verteilung von Waren essenziell, weshalb jede substanzielle Erhöhung der Kosten die gesamte Lieferkette beeinträchtigen könnte.

Die MCCI betonte zudem, dass Unternehmen bereits mit einer schwächeren Marktnachfrage, höheren Betriebskosten, steigenden Löhnen und teureren Kraftstoffen konfrontiert seien. Zusätzlich bestünden Risiken durch das kommende El-Niño-Phänomen. Zusätzliche Logistikkosten könnten den Druck insbesondere auf Betriebe in Mandaue und anderen stark industrialisierten sowie logistikabhängigen Gebieten erhöhen. Die höheren Kosten könnten sich kaskadenartig von den Herstellern und Händlern über die Distributoren und Einzelhändler bis hin zu den Konsumenten auswirken und deren Kaufkraft schwächen.

Mit Blick auf das Wirtschaftswachstum der Philippinen von 2,3 Prozent im zweiten Quartal 2026 hinterfragte die MCCI zudem den Zeitpunkt einer derart deutlichen Gebührenerhöhung. Es müsse untersucht werden, ob die Anpassung zeitgemäß und notwendig sei und welche Folgen sie für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sowie für die Inflation in Cebu habe. Die MCCI kündigte an, weiterhin mit den Beteiligten in Kontakt zu bleiben, um einen ausgewogenen Ansatz zu fördern, der den Hafenbetrieb nachhaltig sichert, ohne die Belastung für Wirtschaft und Verbraucher unnötig zu steigern. Die CCCI erklärte abschließend, weiterhin mit der CPA an einem nachhaltigen Hafensystem arbeiten zu wollen, das das Wirtschaftswachstum in Cebu unterstützt und gleichzeitig wettbewerbsfähige Transportkosten ermöglicht.