Wirtschaft: Metro Manila

Vietnamesische Investitionen in den Philippinen sollen bis 2026 100 Millionen US-Dollar erreichen

Die Investitionen aus Vietnam auf den Philippinen werden bis zum Ende des Jahres 2026 voraussichtlich die Marke von 100 Millionen US-Dollar überschreiten. Dies kündigte der vietnamesische Botschafter Lai Thai Binh am Mittwoch, den 2. September 2026, während einer Feierlichkeit zum Nationalfeiertag Vietnams in Manila an.

Aerial view of Manila city
Symbolbild: Envato

Nach Angaben des Botschafters haben vietnamesische Unternehmen bereits mehr als 90 Millionen US-Dollar in den Philippinen investiert. Dieser Betrag macht fast 70 Prozent der gesamten bisherigen Investitionen Vietnams in das Land aus. Parallel dazu verfolgen beide Nationen das Ziel, das bilaterale Handelsvolumen in diesem Jahr um 30 Prozent auf 10 Milliarden US-Dollar zu steigern. Im Jahr 2025 belief sich der Handel zwischen den Philippinen und Vietnam auf fast 8 Milliarden US-Dollar, wodurch Vietnam zum elften wichtigsten Handelspartner der Philippinen aufstieg.

Ein zentraler Bestandteil der wirtschaftlichen Verflechtung ist der Reishandel. Vietnamesischer Reis macht kontinuierlich etwa 80 Prozent der gesamten Reisimporte der Philippinen aus. Im Gegenzug decken die Philippinen fast die Hälfte der Reisexporte Vietnams ab. Botschafter Lai betonte in diesem Zusammenhang, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit eine wesentliche Grundlage für dauerhafte Sicherheit bilde und Entwicklung nicht von der Sicherheit getrennt betrachtet werden dürfe.

Um die Kooperation weiter zu vertiefen, arbeiten beide Nationen an einem neuen Aktionsplan für die praktische Zusammenarbeit. Dieser erfolgt im Rahmen der neu etablierten „Enhanced Strategic Partnership“ (Erweiterte Strategische Partnerschaft). Diese Aufwertung der Beziehungen fand bereits während des Staatsbesuchs des vietnamesischen Präsidenten To Lam in Manila im Juni statt. Laut Botschafter Lai handele es sich dabei nicht nur um einen Namen, sondern um eine echte Stärkung der engen Beziehungen, die sowohl den beiden Völkern als auch der gesamten Region zugutekommen solle.

Die Unterstaatssekretärin des philippinischen Außenministeriums, Maria Andrelita Austria, erklärte, dass Manila eine ausgewogene Handelsbeziehung mit Vietnam anstrebe. Dies solle durch die Erweiterung von Handelsmöglichkeiten, einen verbesserten Marktzugang sowie den Abbau von Barrieren bei Handel und Investitionen erreicht werden. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den Philippinen und Vietnam wurden am 12. Juli 1976 offiziell aufgenommen.