Verfahren zur Entziehung der Anwaltszulassung gegen Ex-Abgeordneten und vier Juristen eingeleitet
EditGegen den ehemaligen Abgeordneten aus Negros Oriental, Jacindo „Jing“ Paras, und vier Anwälte der Kanzlei Rondain and Mendiola wurde ein kombiniertes Verfahren zur Entziehung der Anwaltszulassung eingeleitet. Das National Bureau of Investigation (NBI) wirft den Beteiligten vor, an einer sogenannten „Honey Trap“-Falle gegen den Regierungssekretär Ralph Recto mitgewirkt zu haben.
Neben Paras wurden die Anwälte Josemilio Manuel Apostol, Patrick Criaga, Orlando Mendiola und Ruy Rondain als Mitbeschuldigte identifiziert. Nach Angaben der Ermittlungsbehörde sollen die vier Juristen ein fiktives Skript sowie falsche Aussagen gegen Recto entworfen haben. Die zuständige Einheit des NBI für die NCR reichte die entsprechenden Unterlagen am 11. September gegen 11:30 Uhr beim Obersten Gericht ein.
Die Ermittlungen des NBI zu diesem Komplott gegen Recto begannen, nachdem ein Talentmanager mit dem Pseudonym „Alias Ken“ eine eidesstattliche Erklärung abgegeben hatte. Ken war zuvor am 28. Juli im Zusammenhang mit einem Fall von Menschenhandel festgenommen worden. In seiner Erklärung gab er an, im Juli in einem Restaurant mit Paras und den genannten Anwälten zusammengekommen zu sein, um eine gezielte Rufschädigung zu planen. Dabei sollten vier seiner Künstlerinnen falsche Behauptungen aufstellen, wonach Recto sie zum Konsum illegaler Drogen und zu sexuellen Handlungen gezwungen habe.
Der Talentmanager bezeichnete zudem den Abgeordneten Leandro Leviste aus dem ersten Distrikt von Batangas als mutmaßlichen Geldgeber des Vorhabens. Die Anwälte sollen sich gegenüber Leviste zudem als dessen Vertreter ausgegeben haben. Bereits am 4. September hatte das NBI eine Beschwerde wegen qualifizierten Menschenhandels gegen Paras, die Anwälte, DOJ eingereicht. Das DOJ teilte in einer Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag mit, dass die Beschwerde derzeit geprüft wird.
Jacindo Paras wies die Vorwürfe in einer Nachricht über den Messenger Viber zurück. Er bezeichnete das Verfahren als Teil einer Unterdrückung und Schikane durch die Regierung von Präsident Ferdinand Marcos Jr. und erklärte, man müsse sich gegen diese erfundenen Anschuldigungen verteidigen. Die Anwälte Mendiola und Rondain waren zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Alle Beschuldigten haben die Vorwürfe zuvor bestritten.






Keine Werbeblöcke mehr mit Supporter-Abo!