Gesundheit: Landesweit

USA unterstützen philippinisches Gesundheitssystem mit 600 Millionen Dollar Zuschuss

Die philippinische Regierung erhält von den Vereinigten Staaten eine Förderzusage in Höhe von bis zu 600 Millionen US-Dollar für ein umfassendes Gesundheitsprojekt. Die Mittel sollen gezielt eingesetzt werden, um die Überwachung von Krankheiten sowie die Erkennung und Reaktion auf Krankheitsausbrüche zu verbessern.

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Symbolbild: Envato

Wie das Finanzministerium (Department of Finance, DOF) am Montag mitteilte, entspricht die Summe etwa 36,95 Milliarden Philippinischen Pesos. Die Gelder fließen in das sogenannte Strategic Objective Agreement (SOAG) für integrierte und nachhaltige Gesundheitssysteme, das unter der Leitung des Gesundheitsministeriums (Department of Health, DOH) steht.

Das Programm verfolgt das Ziel, ein integriertes, widerstandsfähiges und autarkes Gesundheitssystem aufzubauen. Damit soll die Kapazität des Landes gestärkt werden, auf bestehende sowie neu auftretende Bedrohungen durch Infektionskrankheiten zu reagieren. Zu den prioritären Gesundheitsinitiativen gehören unter anderem die Bekämpfung von HIV, Tuberkulose und vernachlässigten Tropenkrankheiten sowie die Förderung der Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern.

Das Projekt konzentriert sich auf drei Kernbereiche: die Stärkung der Krankheitsüberwachung und der Reaktion auf Ausbrüche, die Integration der Gesundheitsdienstleistungen über verschiedene Programme hinweg sowie den Ausbau der nationalen Kapazitäten zur Finanzierung und Verwaltung des Gesundheitssektors. Finanzminister Frederick Go betonte, dass Investitionen in die Gesundheitsversorgung eine Investition in die Menschen, die Produktivität und die Zukunft des Landes darstellten. Durch den Zuschuss könne die Fähigkeit zur Bewältigung von Gesundheitsnotlagen verbessert werden, während gleichzeitig ein nachhaltigeres System geschaffen wird.

Da es sich um einen Zuschuss handelt, besteht für die philippinische Regierung keine Verpflichtung zur Rückzahlung der Mittel. Die Bekanntgabe erfolgt zwei Wochen nach der Unterzeichnung eines fünfjährigen Abkommens zwischen den USA und den Philippinen am 22. Juli, welches eine neue Phase der bilateralen Zusammenarbeit und gemeinsamer Investitionen markiert.

Bezüglich der Finanzierungsdetails gab es unterschiedliche Angaben der beteiligten Stellen. Während die US-Botschaft erklärte, die Philippinen hätten rund 492 Millionen US-Dollar (über 30 Milliarden Pesos) für ihre Gesundheitssysteme bereitgestellt und die USA würden 193 Millionen US-Dollar (11,8 Milliarden Pesos) beisteuern, stellte das DOF klar, dass die erwähnte Mitinvestition der Philippinen separat von dem 600-Millionen-Dollar-Zuschuss zu betrachten sei. Die vom DOH bereitgestellten Mittel seien allgemeine Zuweisungen für die Krankheitsüberwachung und Gesundheitsdienste und nicht ausschließlich für die Umsetzung des SOAG-Programms bestimmt.