Wirtschaft

Traditionelles Schuhhandwerk in Carcar City kämpft ums Überleben

Die einst florierende Schuhindustrie in Carcar City, bekannt für ihre handgefertigten Lederschuhe, leidet unter sinkenden Verkaufszahlen und massiv gestiegenen Produktionskosten. Die Stadt in der Provinz Cebu, die über Jahrzehnte als Zentrum der Schuhherstellung in der Region bekannt war, sieht sich mit einer existenziellen Krise ihres traditionellen Handwerks konfrontiert.

Assortment of Filipino Food Cuisine on Wooden Plates
Symbolbild: Envato

Ein wesentlicher Faktor für den Niedergang ist der verstärkte Wettbewerb durch preisgünstige Importware, insbesondere aus China. Zudem hat das veränderte Konsumverhalten durch den Aufstieg des Online-Handels dazu geführt, dass Kunden leichter auf billigere Alternativen zugreifen können. Lokale Schuhmacher identifizieren diese Faktoren als Ursachen für den Rückgang.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Branche zeigt einen deutlichen Abwärtstrend. Während die Blütezeit des Handwerks zwischen 1995 und 2005 lag, als die Werkstätten unter voller Auslastung arbeiteten, begannen die Absätze bereits Mitte der 2000er Jahre zu sinken. Die COVID-19-Pandemie verschärfte die Lage zusätzlich, und im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen ist es dem Schuhsektor in Carcar bisher nicht gelungen, das Niveau von vor der Pandemie wieder zu erreichen.

In den Werkstätten der Stadt sind die Auswirkungen der Krise deutlich sichtbar. Ein Beispiel ist der Betrieb der Familie Lauron, der bereits seit 1987 besteht und zu den größten verbliebenen Werkstätten gehört. Dort werden derzeit nur noch etwa 12 Paar Schuhe alle zwei Tage gefertigt, ein drastischer Rückgang im Vergleich zu den Kapazitäten früherer Jahrzehnte. Trotz der schwierigen Lage setzen die Handwerker weiterhin auf traditionelle Techniken, bei denen jedes Paar manuell zugeschnitten und genäht wird.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.