Strompreisdeckel soll Verbraucher in Visayas und Mindanao entlasten
EditDas philippinische Energieministerium (Department of Energy, DOE) unterstützt eine regulatorische Neuerung, die regionale Preisobergrenzen für Strom vorsieht. Ziel der Maßnahme ist es, die Verbraucher in den Regionen Visayas und Mindanao vor massiven Anstiegen der Stromrechnungen zu schützen, die durch schwerwiegende Ausfälle von Kraftwerken verursacht werden könnten. Das DOE begrüßte in einer Erklärung am Mittwoch die Entscheidung der Energieregulierungsbehörde Energy Regulatory Commission (ERC), einen sogenannten Secondary Price Cap (SPC) auf Basis der jeweiligen Stromnetze einzuführen.
Nach Angaben der ERC wird der SPC ab der Stromabrechnung im August 2026 umgesetzt. Durch diese Regelung könnten die durchschnittlichen Raten am WESM um mehr als die Hälfte gesenkt werden. Da die Stromversorgung in der Region Luzon stabil bleibt, könnten die dort niedrigeren WESM-Preise die Raten in den Visayas und in Mindanao nach unten ziehen, wo die Preise aufgrund anhaltender Versorgungsprobleme gestiegen sind. Die genaue Wirkung der Maßnahme wird laut der Behörde von der jeweiligen WESM-Exposition der Verteilungsunternehmen sowie dem gesamten Versorgungsmix in den Netzen abhängen.
Simulationen der ERC verdeutlichen das Potenzial der Preissenkung: In den Visayas könnte der durchschnittliche WESM-Preis im August von 18,59 PHP pro Kilowattstunde (kWh) auf 8,47 PHP/kWh fallen. Für Mindanao wird eine Reduzierung von 19,56 PHP/kWh auf 8,69 PHP/kWh prognostiziert. Energieministerin Sharon Garin erklärte, dass die Verbraucher in Visayas und Mindanao keine außergewöhnlich hohen Strompreise tragen sollten, wenn die Versorgung knapp wird. Der regionale Preisdeckel biete sofortigen Schutz. Gleichzeitig arbeite die Regierung daran, die Stromversorgung durch die Wiederinbetriebnahme nicht verfügbarer Kraftwerke, den Aufbau von Batteriekapazitäten und die Bekämpfung wiederkehrender, längerer Stromausfälle zu stärken.






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