Senator Ejercito kritisiert chinesischen Botschafter wegen aggressiver Äußerungen
EditIm Südchinesischen Meer halten die Spannungen an. Der philippinische Senator JV Ejercito hat die jüngsten Äußerungen des chinesischen Botschafters Jing Quan als aggressiv und feindselig bezeichnet. In einem Radiointerview am Samstag kritisierte Ejercito die Aussagen des Diplomaten über die militärische Überlegenheit Chinas.
Hintergrund der Kritik sind Aussagen, die Jing am vergangenen Donnerstag machte. Der Botschafter hatte erklärt, dass Peking in einem Konflikt zwar siegreich sein würde, jedoch den Frieden bevorzuge und keine Gewalt anwenden wolle. Dies war eine Reaktion auf eine Frage zu der Bezeichnung Chinas als regionaler Unruhestifter durch den philippinischen Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr. Ejercito entgegnete darauf, dass ein Botschafter Diplomatie betreiben müsse, und kritisierte die Behauptung, China könne einen Konflikt gegen die Philippinen leicht gewinnen.
Obwohl die Philippinen die militärische Stärke Chinas nicht direkt kontern könnten, plädierte Ejercito für den Aufbau einer glaubwürdigen Verteidigungsposition für das Militär und die Küstenwache. Er betonte, dass Manila weiterhin auf diplomatische Lösungen setzen müsse, während gleichzeitig die Souveränität und die maritimen Rechte verteidigt werden sollten. Zur Stärkung der Sicherheit rief er zu einer tieferen Zusammenarbeit mit Japan, Australien, den USA, Großbritannien und Neuseeland auf und äußerte die Hoffnung auf eine größere Rolle Südkoreas bei regionalen Sicherheitsbemühungen.
Die Äußerungen des Botschafters wurden auch von anderen Stellen als bedrohlich eingestuft. Das philippinische Außenministerium bezeichnete die Wortwahl als eine „hauchdünn maskierte Drohung“. Auch Präsident Ferdinand Marcos Jr. erklärte am Freitag, dass die Aussagen wie eine Drohung klingen und ein direktes Gespräch mit dem Gesandten erforderten. Die chinesische Botschaft signalisierte unterdessen Gesprächsbereitschaft für einen persönlichen Austausch. Ejercito stellte klar, dass sich seine Kritik gegen die Expansionspläne von Präsident Xi Jinping und dessen Regierung richte, nicht gegen das chinesische Volk. Während des Interviews trug er ein Shirt mit der Aufschrift „West Philippine Sea“ und chinesischen Schriftzeichen, um die Botschaft zu unterstreichen, dass diese Gewässer zu den Philippinen gehören.
Die territorialen Streitigkeiten im Südchinesischen Meer sind langjährig; ein Schiedsgericht hatte bereits 2016 die rechtliche Grundlage für Chinas Ansprüche abgelehnt, was Peking jedoch weiterhin zurückweist.






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