Gesellschaft: Landesweit

Prüfbehörde kritisiert Verzögerungen bei Schulmaterialien des Bildungsministeriums

Die rechtzeitige Verteilung von Lehrbüchern und anderen Lernmaterialien an die Schulen wurde durch Verzögerungen bei der Unterzeichnung von Verträgen mit Lieferanten beeinträchtigt. Diese Verspätungen hatten weitreichende Auswirkungen, da Schulen bei schlechtem Wetter vermehrt auf Online-Unterricht oder asynchrone Lernformen umstellen und Lehrbücher es Schülern ermöglichen, auch ohne die physische Anwesenheit einer Lehrkraft zu Hause weiterzulernen.

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Symbolbild: Envato

Die staatliche Rechnungsprüfungsbehörde der Philippinen (Commission on Audit, COA) hat festgestellt, dass 56 Verträge im Wert von fast 2,5 Milliarden Pesos für Lehrbücher und Lehrerhandbücher der Klassenstufen 2, 5 und 8 mit einer Verzögerung von bis zu 60 Tagen unterzeichnet wurden. Damit wurde die gemäß den Beschaffungsregeln vorgeschriebene Frist von zehn Kalendertagen nach Erteilung der Zuschlagserklärung (Notice of Award) deutlich überschritten.

Die Verzögerungen betrafen laut der COA nicht nur Lehrbücher, sondern auch andere Ressourcen wie Selbstlernmodule sowie die Inspektion und Abnahme von ergänzenden Lernmaterialien und bestimmte Aktivitäten bei der Projektumsetzung.

Das Bildungsministerium (Department of Education, DepEd) erklärte als Reaktion auf die Kritik, dass der Prozess aufgrund der 56 einzelnen Verträge komplex sei, da jeder Vertrag eine eigene Vorbereitung, eine rechtliche Prüfung und mögliche Überarbeitungen erfordere. Die COA entgegnete jedoch, dass diese Prozesse obligatorisch seien und das zuständige Ausschuss für Gebote und Vergaben (Bids and Awards Committee, BAC) des Ministeriums die Einhaltung der vorgegebenen Fristen hätte überwachen müssen. Das DepEd habe zugestimmt, seine Abläufe zu überprüfen, um die Einhaltung der Beschaffungsregeln künftig sicherzustellen.