Philippinische Wirtschaftsführer fordern beschleunigte Dekarbonisierung
EditVertreter aus der Privatwirtschaft, der Politik und dem Klimaschutz drängen auf eine schnellere Dekarbonisierung von Unternehmen und den Aufbau langfristiger Klimaresilienz. Dies war die zentrale Forderung während der zweitägigen Philippine Net Zero Conference 2026. Hintergrund der Initiative sind die globale Energiekrise sowie die sich verschärfenden Klimaauswirkungen, die besonders die verwundbaren Nationen in Südostasien bedrohen.
Die Konferenz mit dem Titel „Bridging Gaps: Radical Collaboration for a Net Zero Future“ fand am 15. und 16. September im Philippine Trade Training Center in Pasay City statt. Organisiert wurde der Gipfel von der Net Zero Carbon Alliance (NZCA) in Partnerschaft mit dem Southeast Asia Corporate Decarbonization Exchange (CDx). Das Treffen sollte die Klimaziele von Unternehmen und dem Staat in dringliche Maßnahmen überführen.
France Ariola, der leitende Koordinator der NZCA, erläuterte, dass das Erreichen von Netto-Null-Emissionen, also ein Gleichgewicht zwischen emittierten und entfernten Treibhausgasen, weit über eine freiwillige Selbstverpflichtung hinausgehe. Es handele sich vielmehr um eine essenzielle Geschäftsstrategie, um betriebliche Risiken zu steuern, Lieferketten zu schützen und Gemeinschaften vor katastrophaler Erwärmung zu bewahren.
Allan Barcena, der Exekutivdirektor der NZCA, ergänzte, dass der Schutz des Klimas und die Absicherung von Unternehmen gegen schwere Risiken im Grunde derselbe Kampf seien. Der Übergang zu sauberen und regenerativen Lösungen sei der einzige gangbare Weg, um den Planeten zu schützen, Klimarisiken für Unternehmen zu bewältigen und das langfristige wirtschaftliche Überleben zu sichern.
Die NZCA wurde im Jahr 2021 von der Energy Development Corporation (EDC), einem Unternehmen der First Gen Group, gegründet. Anlässlich der Konferenz feierte die Allianz ihr fünftes Bestehen. Die NZCA vertritt den Privatsektor und wies darauf hin, dass es auf nationaler Ebene in den Philippinen derzeit keine gesetzlich vorgeschriebene Erklärung gibt, das Land wolle bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen. Im Dezember 2025 reichte die NZCA ein Positionspapier ein, um den von dem Abgeordneten aus Bukidnon, Jose Manuel Alba, entworfenen Low Carbon Investment Act zu unterstützen.
Bisher haben sich 47 Partnerunternehmen der NZCA zur Erreichung von Netto-Null-Zielen verpflichtet. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Arthaland, First Balfour, Drink Communications, Holcim Philippines, Monde Nissin, die Silliman University, SGV/EY sowie Unilever Philippines. In einem Bericht über die bisherigen Erfolge der Allianz wurden diese Verbindlichkeiten hervorgehoben.
Der inhaltliche Fokus der Konferenz war zweigeteilt: Während sich der erste Tag mit Klimagovernance, verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichten, der Verfolgung des CO2-Fußabdrucks und der Mobilisierung von Klimafinanzierungen befasste, lag der Schwerpunkt des zweiten Tages auf technologischen Ansätzen. Hierbei standen künstliche Intelligenz, intelligente Energiesysteme, Werkzeuge für das Kohlenstoffmanagement sowie wissenschaftlich fundierte Verifizierungsverfahren im Mittelpunkt. Zudem ermöglichten spezielle Sitzungen zum Business-Matching den Kontakt zwischen Delegierten und Anbietern sauberer Technologien.





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