Wirtschaft: Landesweit

Philippinen planen Kernenergie-Ausbau bis 2032

Die philippinische Regierung bereitet derzeit technische, regulatorische und institutionelle Studien vor, um bis zum Jahr 2032 eine Kernenergiekapazität von mindestens 1.200 MW in das nationale Stromnetz zu integrieren. Ziel dieses Vorhabens im Rahmen des philippinischen Energieplans ist es, die Stromversorgung des Landes durch eine stabile und verlässliche Erzeugung zu ergänzen.

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Quelle: PIA

Amelia de Guzman, Direktorin für Forschungs-, Test- und Labordienste beim Energieministerium (DOE), erklärte während einer Besichtigung des DOE-Energiemuseums am 17. September, dass die Planungen mit laufenden Feldstudien voranschreiten. Bevor jedoch eine Anlage in Betrieb genommen werden kann, müssten die Infrastruktur- und regulatorischen Anforderungen erfüllt sein. De Guzman betonte, dass Sicherheitsprotokolle, die Notfallvorsorge sowie das Management radioaktiver Abfälle oberste Priorität hätten und die Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich an globale Standards angepasst würden.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, arbeitet eine interministerielle Task Force zusammen, der mehr als 16 nationale Behörden angehören. Dazu zählen das Energieministerium (DOE), das PHIVOLCS, das MGB sowie DND. Ein IAEA. Diese umfassen unter anderem eine umfassende Atomgesetzgebung, den Strahlenschutz, rechtliche Rahmenbedingungen und Protokolle für die Entsorgung radioaktiver Abfälle.

Zur Unterstützung der Vorbereitungen nehmen lokale Experten an internationalen Schulungen teil, während Experten der IAEA das Land weiterhin beraten. Zudem wurde durch das zwischen den USA und den Philippinen geschlossene „123 Agreement“ eine Grundlage für die zivile nukleare Zusammenarbeit und den Technologietransfer geschaffen. Das Abkommen wurde am 16. November 2023 unterzeichnet und trat am 2. Juli 2024 in Kraft.

Aktuell liegt der Fokus auf der Standortbewertung. Ein spezieller Ausschuss führt Felduntersuchungen in sieben potenziellen Gebieten durch, darunter Bataan, Masbate, Palawan, Pangasinan und Camarines Norte. Bei der Prüfung der Machbarkeit wird besonders darauf geachtet, dass die Standorte ausreichend weit von aktiven Verwerfungslinien, Vulkanen und Bevölkerungszentren entfernt liegen. Ein endgültiger Standort für das erste geplante Kraftwerk wurde bislang noch nicht offiziell festgelegt. Ob der Einsatz der Kernenergie die Strompreise für die Endverbraucher direkt beeinflussen wird, lässt sich laut de Guzman zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.