Davao-Borneo Growth Corridor Forum: Vizeprpräsidentin Duterte fordert stärkere regionale Integration
EditEin gemeinsamer Wohlstand, der über rein traditionelle Wirtschaftsmetriken und Infrastrukturpläne hinausgeht, soll durch die regionale Integration zwischen Mindanao und Borneo geschaffen werden. Vizepräsidentin Sara Z. Duterte hat bei dem am 18. September in Davao City stattgefundenen Davao-Borneo Growth Corridor Forum dazu aufgerufen, die Barrieren zwischen den beiden Regionen abzubauen. Ziel sei es, eine wirtschaftliche Entwicklung zu fördern, die die gelebte Realität der Bürger berücksichtigt, die sich in der Region über Grenzen hinweg bewegen.
Zur Veranschaulichung dieser Notwendigkeit führte die Vizepräsidentin konkrete Schicksale an. Sie sprach von einer Händlerin aus Sabah, deren legaler informeller Handel zwischen Malaysia, Tawi-Tawi, Zamboanga und Davao durch Sicherheitsrisiken und restriktive politische Maßnahmen in den Schmuggel getrieben wurde. Zudem erwähnte sie eine junge Frau aus Sulu, die aufgrund fehlender lokaler Perspektiven ihre Heimat verlassen musste, um als Videoeditorin arbeiten zu können. Grenzen trennen zwar Staaten, aber nicht die Wirtschaft, die Kulturen oder die Menschen, so Duterte.
Die wirtschaftliche Relevanz der Region ist mittlerweile enorm. 32 Jahre nach der Gründung der BIMP-EAGA-Partnerschaft umfasst diese Kooperation mittlerweile 82,68 Millionen Menschen. Die kombinierte Wirtschaftsleistung wird auf 1,34 Billionen US-Dollar geschätzt, wobei der Warenhandel ein Volumen von 165,96 Milliarden US-Dollar erreicht. Diese Entwicklung stellt eine ernstzunehmende wirtschaftliche Kraft dar, und es stellt sich die Frage, warum die Zusammenarbeit nicht noch schneller voranschreitet.
Um die Kluft zwischen Potenzial und Realität zu schließen, skizzierte die Vizepräsidentin vier strategische Handlungsfelder für das Forum. Historische und kulturelle Bindungen sollen in eine alltägliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit umgewandelt werden. Die Verbindung zwischen den Stärken Mindanaos in den Bereichen Landwirtschaft und Tourismus sowie den Kapazitäten Borneos in Industrie und Logistik soll intensiviert werden. Ein weiterer Punkt betrifft die Infrastruktur: Es gilt, sicherzustellen, dass die 265 laufenden Prioritätsprojekte im Gesamtwert von 174,6 Milliarden US-Dollar den Landwirten und Händlern einen sicheren Zugang über das Meer ermöglichen.
Schließlich forderte die Vizepräsidentin eine Harmonisierung der Regierungspolitik, die Sicherung maritimer Routen, die Formalisierung des legalen Seehandels sowie die Gründung grenzüberschreitender Unternehmensverbände bis zum Jahr 2030. Duterte forderte die Beteiligten auf, eine Zukunft zu entwerfen, in der regionales Wachstum dazu führt, dass Talente in ihrer Heimat bleiben können. Ein Landwirt in Davao del Norte oder ein Produzent in Sarawak sollte in der Lage sein, größere Märkte zu erreichen, ohne seine Region verlassen zu müssen.





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