Wirtschaft

Neue Reisanlage in Pampanga soll Erträge sichern und Bauern schützen

In der Gemeinde Lubao in der Provinz Pampanga hat ein neues System zur Reisverarbeitung (Rice Processing System, RPS) den Betrieb aufgenommen. Die Anlage ist Teil des im Bau befindlichen Food Security Complex im Barangay Sta. Catalina, der ein Gesamtvolumen von 465,7 Millionen Pesos umfasst. Ziel des Projekts ist es, Ernteverluste zu minimieren und die wirtschaftliche Lage der lokalen Reisbauern zu verbessern.

A Beautiful View Of Batad Rice Terraces, Luzon, Philippines
Symbolbild: Envato

Die Infrastruktur wurde durch eine Zusammenarbeit der Provinzregierung von Pampanga und dem Landwirtschaftsministerium (Department of Agriculture, DA) realisiert. Während die Provinzregierung für die Lagergebäude und die Standorte der Maschinen verantwortlich war, stellte das Philippine Center for Postharvest Development and Mechanization (PhilMech) 71 Millionen Pesos für die technische Ausstattung bereit. Dabei handelt es sich um spezialisierte Trocknungs- und Mahlmaschinen, die aus der Schweiz importiert wurden.

Die Finanzierung der Maschinen erfolgte über den Rice Competitiveness Enhancement Fund. Dieser Fonds speist sich aus den Zöllen auf Reisimporte, die gemäß dem Rice Tariffication Law (Republic Act No. 11203) erhoben werden. Laut Landwirtschaftsminister Francisco Tiu Laurel Jr. kann die neue Anlage etwa 45.000 Säcke getrockneten Reis sowie 83.000 Säcke Rohreis lagern.

Für die Landwirte vor Ort bietet die Anlage einen entscheidenden Schutz vor Preismanipulationen durch Zwischenhändler. Rodolfo Miguel, Vorsitzender der San Pedro Palcarangan Association, erklärte, dass die Einrichtung verhindere, dass Händler den Bauern die Ernte zu extrem niedrigen Preisen abkaufen, um sie später teuer weiterzuverkaufen. Zudem ermöglicht das Projekt den Bauern, feuchten Reis zu einem Preis von bis zu 31 Pesos pro Kilo an die National Food Authority (NFA) zu verkaufen.

Das RPS in Lubao ist die 57. Einheit dieser Art in der Region Zentral-Luzon. Das Landwirtschaftsministerium verfolgt das Ziel, bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Ferdinand Marcos Jr. rund 380 solcher Trocknungsanlagen zu eröffnen und zudem 36 Lagerhäuser der NFA landesweit zu sanieren. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie zur Reform des philippinischen Ernährungssystems, die auch die Einrichtung großer Lebensmittelzentren (Mega Food Hubs) an strategischen Standorten wie dem Clark International Airport vorsieht.

Ergänzend zum Start der Anlage stellte das Ministerium für soziale Wohlfahrt und Entwicklung (Department of Social Welfare and Development, DSWD) zusätzliche Mittel in Höhe von 17,7 Millionen Pesos für verschiedene Bauernverbände und Kooperativen in Pampanga bereit. Zudem erhielten die Mitglieder eine Transportpauschale von jeweils 3.000 Pesos durch das DSWD.

Quellen

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