Gesellschaft: Landesweit

Mindanao plant dreistufiges Programm zur Wasserversorgung

Um den Mangel an sicherem und zuverlässigem Trinkwasser in vielen Teilen Mindanaos zu beheben, plant die Mindanao Development Authority (MinDA) die Einführung eines dreistufigen Wasserversorgungsprogramms. Das Projekt mit dem Namen „Rapid-to-Resilient Water Supply Program“ verfolgt das Ziel, sowohl sofortige Hilfe zu leisten als auch langfristige Infrastrukturen in Gemeinden ohne ausreichenden Wasserzugang aufzubauen.

Lush tropical island paradise in siargao, philippines, showing stilt houses and palm trees
Symbolbild: Envato

Das Vorhaben ist in drei Phasen unterteilt. In der ersten Phase sollen mobile Wasseraufbereitungsanlagen und Tankwagen in unterversorgten sowie von Konflikten betroffenen Gebieten eingesetzt werden, um umgehend Trinkwasser bereitzustellen. Die zweite Phase sieht den Bau permanenter Systeme vor, darunter Tiefbrunnen, Hochbehälter und gemeinschaftliche Wasserhähne, um die Abhängigkeit von Tankwagenlieferungen zu verringern. In der abschließenden dritten Phase sollen die Verteilungsleitungen modernisiert und Hausanschlüsse mit Wasserzählern installiert werden, um eine nachhaltige und verantwortungsvolle Versorgung zu gewährleisten.

Für die Umsetzung des Programms führt die MinDA Gespräche mit der Standard Water Philippines Corp. Ronnie Ong von diesem Unternehmen erläuterte bei einem Treffen mit der MinDA am 3. September hybride, mobile Wasserlösungen, die sowohl für kleine Barangays als auch für größere Gemeinden geeignet sind. Die technische Umsetzung wird dabei an die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort angepasst: Während einige Regionen auf Grundwasser setzen, wird für Inselgemeinden die Entsalzung von Meerwasser in Betracht gezogen.

Der MinDA-Vorsitzende Leo Tereso Magno betonte, dass das Programm über eine rein humanitäre Reaktion hinausgehe. Es solle Mindanao als künftiges Wachstumszentrum und Investitionsstandort des Landes positionieren. Die Wasserversorgung gehört neben dem Mindanao Railway Project und dem Mindanao Resiliency and Resource Center zu den Flaggschiffprojekten der Behörde.

Das Programm ist für den Zeitraum von 2025 bis 2028 geplant und wird mit einem anfänglichen Budget von 3,9 Milliarden Pesos veranschlagt, wobei die Kosten je nach Ressourcen der jeweiligen Gemeinde variieren können. DILG gelten Gemeinden als wasserlos, wenn mindestens 50 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu einem „Level 3“-Wassersystem haben, bei dem die Versorgung direkt bis in die Haushalte reicht.