Wirtschaft: Landesweit

MinDA fordert ressortübergreifende Zusammenarbeit gegen steigende Strompreise in Mindanao

Die Mindanao Development Authority (MinDA) warnt vor den zunehmenden Belastungen durch hohe Stromkosten in der Region Mindanao. Laut der Behörde gefährden die steigenden Tarife nicht nur die privaten Haushalte, sondern beeinträchtigen auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sowie das langfristige Wirtschaftswachstum der Insel. In einer am 5. August veröffentlichten Stellungnahme betonte MinDA-Sekretär Leo Tereso Magno, dass die Erschwinglichkeit von Energie zwingend mit der Versorgungssicherheit einhergehen müsse.

Erdbeben-Alarm Symbolbild 1
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Magno begrüßte in diesem Zusammenhang die Initiative des Stadtrats von Davao, eine engere Kooperation zwischen Regierungsbehörden, Regulierungsstellen, Energieversorgern und der gesamten Stromindustrie einzufordern. Er unterstrich, dass die vorliegende Herausforderung die Kapazitäten einzelner Institutionen übersteige. Erforderlich sei ein ressortübergreifender Ansatz, der auf einer soliden Politik, verantwortungsvollen Investitionen und Entscheidungen auf Basis von Fakten beruhe.

Obwohl in Mindanao derzeit ein Überschuss an Stromangebot vorhanden ist, bleiben die Preise anfällig für verschiedene Marktfaktoren. Die MinDA führt hierzu Schwankungen am WESM, wechselnde Brennstoffkosten, die Zusammensetzung des Energiemix sowie Einschränkungen bei der Stromübertragung an. Zudem beeinflussen sowohl geplante als auch ungeplante Ausfälle von Kraftwerken die Erzeugungskosten, die letztlich an die Verbraucher weitergegeben werden. Die Behörde wies darauf hin, dass daher langfristige Reformen notwendig seien, die über den bloßen Ausbau der Erzeugungskapazitäten hinausgehen.

In seiner Rolle als Vorsitzender des Mindanao Power Monitoring Committee, das durch die Executive Order Nr. 81 etabliert wurde, berief die MinDA kürzlich ein Treffen mit zentralen Akteuren der Branche ein. DOE, die ERC, die National Electrification Administration (NEA), die National Grid Corporation of the Philippines (NGCP), die National Power Corporation (Napocor), die Transmission Corporation (TransCo) sowie die Power Sector Assets and Liabilities Management Corporation (PSalm) teil. Ebenfalls vertreten war der Verband der ländlichen Elektrizitätsgenossenschaften von Mindanao (Amreco).

Unter den von der MinDA vorgeschlagenen Maßnahmen steht die Empfehlung, Verteilungsunternehmen dazu zu bewegen, zusätzliche langfristige Stromlieferverträge abzuschließen, sofern dies wirtschaftlich rentabel, rechtlich konform und für die Verbraucher vorteilhaft ist. Darüber hinaus drängte die Behörde auf eine schnellere Umsetzung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien und von Batteriespeichersystemen. Auch die Sanierung des Agus-Pulangi-Wasserkraftkomplexes wurde als wichtiger Schritt zur Erhöhung der Preisstabilität genannt.

Parallel zu diesen Bemühungen bestätigte die Davao Light and Power Company (DLPC), dass sie derzeit ein Notstromlieferabkommen (Emergency Power Supply Agreement, EPSA) mit Therma South Inc. (TSI) aushandelt. Ziel ist es, die Abhängigkeit vom volatilen Spotmarkt zu verringern. Henriczar Tia, Präsident und Chief Operating Officer der DLPC, erklärte während einer Sitzung des Stadtrats von Davao, dass das Abkommen etwa 20 MW der überschüssigen Kapazität von TSI sichern könnte. Das Vorhaben bedarf der Genehmigung durch die ERC und das DOE und könnte innerhalb von ein bis zwei Monaten in Kraft treten.

Der Druck zur Stabilisierung der Preise ist hoch, da die Preise am WESM infolge ungeplanter Kraftwerksausfälle, unter anderem ausgelöst durch ein starkes Erdbeben im Sarangani-Gebiet zu Beginn des Jahres, auf über 10 Pesos pro Kilowattstunde gestiegen waren. In diesem Kontext gab Tia zudem bekannt, dass PSalm zugestimmt habe, der DLPC eine zusätzliche Zuteilung von 25 MW bereitzustellen, aufgeteilt in 16 MW feste und 9 MW nicht-feste Kapazität. Derzeit deckt die DLPC etwa die Hälfte ihres Strombedarfs über den von PSalm betriebenen Agus-Pulangi-Wasserkraftkomplex.