Wirtschaft: Landesweit

Jobstreet-Studie: Gehaltszufriedenheit auf den Philippinen klafft weit auseinander

Eine aktuelle Untersuchung des Jobportals Jobstreet by SEEK offenbart eine deutliche Diskrepanz in der Gehaltslandschaft der Philippinen. Zwar äußerten sich etwa 59 Prozent der Erwerbstätigen zufrieden mit ihrem Einkommen, doch fast die Hälfte der Befragten gab an, dass das Gehalt nicht ausreicht, um den persönlichen Lebensstandard zu halten. Konkret gaben 45 Prozent der Beschäftigten an, dass ihre Vergütung unter dem Niveau liegt, das für ihre Lebenshaltungskosten erforderlich wäre.

A handcuffed person at a table during a business interaction, emphasizing legal issues.
Quelle: MART PRODUCTION / Pexels

Interessanterweise besteht eine Lücke zwischen der Wahrnehmung von Fairness und der tatsächlichen Zufriedenheit. Acht von zehn Befragten empfinden ihre Bezahlung im Verhältnis zu ihrer geleisteten Arbeit als fair oder gut, was einen der höchsten Werte im asiatisch-pazifischen Raum darstellt. Dennoch zeigt die Studie, dass eine rein faire Bezahlung nicht automatisch zu Zufriedenheit führt: Unter denjenigen, die ihr Gehalt lediglich als „fair“ oder „angemessen“ einstuften, waren lediglich 44 Prozent tatsächlich zufrieden. Dannah Majarocon, Geschäftsführerin von Jobstreet Philippines, merkte dazu an, dass diese Differenz verdeutliche, dass die finanzielle Vergütung nur einen Teil der Gesamterfahrung am Arbeitsplatz ausmacht.

Die wirtschaftliche Lage hat spürbare Folgen für die Arbeitsmoral und die Fluktuation. Beschäftigte, die mit ihrem Gehalt zufrieden sind, erbringen laut der Umfrage mit einer 2,2-mal höheren Wahrscheinlichkeit überdurchschnittliche Leistungen. Auf der anderen Seite steigt das Risiko für Personalwechsel bei Unzufriedenheit massiv an: Unzufriedene Mitarbeiter ziehen mit einer 2,9-mal höheren Wahrscheinlichkeit einen Jobwechsel in Betracht. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, empfahl Majarocon den Arbeitgebern, neben wettbewerbsfähigen Gehältern auch Anerkennung, transparente Karrierepfade und einen offenen Austausch über berufliche Entwicklungsmöglichkeiten zu fördern.

Betrachtet man die verschiedenen Generationen, so erweist sich die Generation der Millennials als die unzufriedenste Gruppe. Ihre Zufriedenheitsrate bei der Gehaltsfrage liegt bei 54 Prozent und damit unter der von der Generation Z (61 Prozent) sowie der Generation X (60 Prozent). Etwa 54 Prozent der Millennials gaben an, dass ihr Einkommen für ihren Lebensstandard nicht genügt, während 27 Prozent von einer geringen Gehaltserhöhung von weniger als zwei Prozent im vergangenen Jahr berichteten. Diese Altersgruppe zeigt sich zudem am ehesten bereit, Nebentätigkeiten aufzunehmen, um finanzielle Engpässe zu überbrücken.

Auch die Branche spielt eine entscheidende Rolle für die finanzielle Wahrnehmung. In der Technologiebranche und im Baugewerbe fühlen sich mit 54 bzw. 50 Prozent die meisten Beschäftigten gut bezahlt, wobei die Zufriedenheitsraten dort mit 69 bzw. 65 Prozent am höchsten sind. Im Gegensatz dazu steht der Industriesektor, in dem 58 Prozent der Arbeiter angaben, dass ihr Gehalt nicht ausreicht, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Die Ergebnisse stammen aus einer Online-Umfrage unter 1.009 Erwerbstätigen im Alter von 18 bis 64 Jahren, die im Februar 2026 durchgeführt wurde.