Impeachment-Verfahren gegen Sara Duterte: Anklage will Entscheidung zur Stimmenhürde akzeptieren
EditIm laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte steht die Frage im Raum, wie viele Stimmen für eine Verurteilung oder einen Freispruch im Senat erforderlich sind. Die nächsten entscheidenden Schritte sind für Dienstag, den 23. September 2026, geplant. An diesem Tag sollen die mündlichen Verhandlungen zwischen der Anklage und der Verteidigung stattfinden. Dabei wird insbesondere die derzeit geltende Hürde von 16 Stimmen, die für eine Verurteilung Dutertes notwendig wäre, thematisiert.
Chel Diokno, Abgeordneter der Akbayan-Parteiliste, erklärte am Sonntag, dass das Anklageteam jede Entscheidung des Senats als Amtsenthebungsgericht bezüglich dieser Stimmenhürde respektieren werde. In einem Gespräch mit Super Radyo dzBB betonte Diokno, dass die Angelegenheit in der Hand des Senats liege. Das Hauptaugenmerk der Anklage liege nicht auf der Anzahl der benötigten Stimmen, sondern darauf, dem Gericht die stärkstmöglichen Beweise vorzulegen, um eine Verurteilung Dutertes zu erreichen.
Senator JV Ejercito äußerte in einem separaten Interview mit dzBB den Wunsch, dass die Senatoren in ihrer Funktion als Richter ausreichend Zeit erhalten, um die vorgetragenen Argumente und Informationen zur Stimmenhürde gründlich zu prüfen und zu verarbeiten. Zuvor hatten die Senatoren-Richter rechtliche Einschätzungen von vier ehemaligen Richtern des Obersten Gerichtshofs eingeholt. Dabei ging es um die Frage, ob Senatoren, die sich in Haft befinden, untertauchen oder im Ausland aufhalten, an der Abstimmung über das Schicksal der Vizepräsidentin teilnehmen dürfen.
Drei dieser Experten vertraten die Ansicht, dass das Amtsenthebungsgericht die bisherige Hürde von 16 Stimmen ändern könne, da der Senat die volle Autorität zur Entscheidung über Impeachment-Verfahren besitze. Die parlamentarische Arbeit wird durch die Abwesenheit mehrerer Mitglieder erschwert. Die Senatoren Jinggoy Estrada und Rodante Marcoleta sind wegen Vorwürfen der Plünderung in Haft. Senator Ronald „Bato“ dela Rosa ist aufgrund eines Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs untergetaucht. Zudem hält sich Senatorin Loren Legarda aus gesundheitlichen Gründen seit mehreren Wochen im Ausland auf.





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