Sicherheit: Cotabato

Gewalt bei ersten Parlamentswahlen in der BARMM: Vier Tote und zahlreiche Verletzte

Am Montag, den 14. September 2026, sind bei den BARMM vier Menschen getötet und 19 verletzt worden. Die Gewalt eskalierte erheblich, wie die Wahlkommission (Comelec) berichtet.

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Symbolbild: Envato

In Cotabato City kam es zu besonders schwerwiegenden Vorfällen. Bei einer Schießerei an der Datu Usman Mampen Schule im Barangay Bagua 2 starben drei Menschen, während 15 weitere Personen verletzt wurden. Ein weiterer tödlicher Vorfall ereignete sich an der Pilot Central Elementary School in derselben Stadt, nachdem es zwischen Anhängern rivalisierender Parteien zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen war. Dabei wurde eine Person getötet und drei weitere verletzt. Zudem wurde ein Mann verletzt, nachdem eine von ihm mitgeführte improvisierte Sprengvorrichtung explodiert war.

Neben Cotabato City wurden auch in Teilen von Basilan und Maguindanao del Sur Schüsse, Gewalt und Einschüchterungsversuche gemeldet. Die Sicherheitslage wird als volatil beschrieben. Trotz dieser Vorfälle findet die Wahl mit insgesamt 2,393 Millionen registrierten Wählern statt. Die Übermittlung der ersten vorläufigen und inoffiziellen Ergebnisse sollte nach Schließung der Wahllokale um 19:00 Uhr und dem Druck der ersten Wahlprotokolle beginnen.

Zwei parteipolitisch unabhängige Organisationen, die Technical Assessment Mission (TAM) des Asian Network for Free Elections (ANFREL) und das National Democratic Institute (NDI), äußerten sich zutiefst besorgt über die schnelle und weit verbreitete Eskalation der Gewalt. In einer gemeinsamen Erklärung forderten sie alle Beteiligten auf, Zurückhaltung zu üben und weitere Gewaltakte zu unterlassen, um den Menschen in der Bangsamoro-Region eine freie Teilnahme an diesen historischen Wahlen zu ermöglichen.

Die Beobachtermission appellierte zudem an die Comelec und die zuständigen Sicherheitsbehörden, die Öffentlichkeit regelmäßig über die Lage in den betroffenen Gebieten zu informieren. Es müsse klar kommuniziert werden, ob die Stimmabgabe sicher fortgesetzt werden könne, welche Maßnahmen zum Schutz von Wählern und Wahlhelfern getroffen werden und wie mit Verzögerungen oder Störungen in den Wahllokalen umgegangen wird. Das Ziel müsse es sein, weitere Todesopfer zu verhindern und sicherzustellen, dass die Gewalt die Fortschritte des Friedensprozesses in der Region nicht untergräbt.