Gesellschaft: Landesweit

Gesundheitsministerium bewertet Risiko einer Lungenpest auf den Philippinen als sehr gering

Eine Lungenpest hat auf den Philippinen nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums (Department of Health, DOH) weiterhin ein sehr geringes Risiko. Hintergrund dieser Bewertung ist die Überwachung der Untersuchungen zu dem Tod eines Labormitarbeiters in Irkutsk, Russland. Die genaue Todesursache des Arbeiters konnte bislang nicht bestätigt werden, und die russischen Behörden haben noch keinen Zusammenhang mit der Pestkrankheit festgestellt. Lediglich ist bekannt, dass der Mitarbeiter an einer Lungenentzündung verstarb; die spezifische Ursache wird noch ermittelt.

Woman Doctor Examines Young Adult Patient in Hospitalthichas
Symbolbild: Envato

Die WHO hat das Risiko in Russland als „niedrig“ und in der europäischen Region als „sehr gering“ bewertet. Laut Solante in einem Interview mit dzBB am 8. Oktober gibt es nahezu keine Möglichkeit, dass die Krankheit die Philippinen erreicht. Dies begründet er damit, dass in Russland bereits Quarantänemaßnahmen sowie Kontrollen und umfangreiche Tests durchgeführt werden, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Obwohl Solante eine Ausbreitung der Krankheit nicht völlig ausschließt, betont er, dass die Bevölkerung derzeit keinen Grund zur Sorge hat.

Bei der Lungenpest handelt es sich um eine schwere Form der Pest, die die Lunge angreift. Sie kann durch respiratorische Tröpfchen bei engem Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Krankheit ist jedoch mit Antibiotika behandelbar, insbesondere wenn sie frühzeitig erkannt wird.

Das DOH versichert, dass das Land auf einen möglichen Fall vorbereitet ist. Eine kürzlich durchgeführte Evaluierung hat die Kapazitäten des Landes zur Einhaltung der Internationalen Gesundheitsvorschriften bestätigt. Das Bureau of Quarantine führt bereits Screenings an Flughäfen durch, bei denen Reisende auf Fieber und ihre Reisehistorie hin untersucht werden. Parallel dazu findet eine Überwachung von Nagetieren und deren Flöhen in eingehenden Schiffen und Frachtgütern statt. Sollte es zu einem Bedarf kommen, kann das Research Institute for Tropical Medicine Tests auf Pest durchführen, während speziell ausgewiesene Krankenhäuser Verdachtsfälle isolieren und behandeln können.

Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass aktuell keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich sind. Dennoch wurde die Bevölkerung dazu aufgerufen, weiterhin allgemeine Hygienegewohnheiten zur Vorbeugung gewöhnlicher Krankheiten zu pflegen. Zudem warnt das DOH vor Fehlinformationen und empfiehlt, Informationen nur über verlässliche Quellen wie die offiziellen Seiten des DOH oder der WHO zu beziehen.