Gericht ordnet Vollstreckung der Haftbefehle gegen Bürgermeisterin von Hadji Muhtamad an
EditAm 12. Mai 2025 kam es in der Nähe von Barangay Sangay Big in Hadji Muhtamad zu einem Angriff zur See, bei dem zwei Schnellboote, die der Bürgermeisterin Arsina Kaning-Nanoh gehören, ein kleineres Boot abgefangen haben, in dem Unterstützer und Wahlbeobachter des politischen Rivalen Hadji Jamar Abdulla Mansul transportiert wurden. Mutmaßliche Täter, die Berichten zufolge Polizeiform trugen, schossen auf die Passagiere. Bei dem Vorfall starben Ben Bakil, Murasidol Abdurahman und Samir Jamiri Allil, wobei Letzterer später an seinen Schussverletzungen erlag. Mehrere weitere Personen wurden verletzt.
Das Regionalgericht (Regional Trial Court, RTC) Zweigstelle 2 in Isabela City auf der Insel Basilan hat nun die Durchsetzung der Haftbefehle gegen die Bürgermeisterin und ihre Mitangeklagten angeordnet. Die Maßnahme erfolgt im Zusammenhang mit Anklagen wegen Mordes und versuchten Mordes. In einem Beschluss vom 10. September wies der vorsitzende Richter Joseph Wee die dringenden Anträge der Verteidigung ab, die Ermittlungen neu aufzurollen oder den Haftbefehl zurückzurufen.
Zuvor hatte das Gericht die Vollstreckung der Haftbefehle am 24. August vorübergehend ausgesetzt, um die rechtlichen Einwände der Angeklagten zu prüfen. Der Rechtsbeistand der Bürgermeisterin, Quirino Esguerra, hatte argumentiert, dass die Anklage aufgrund eines fehlerhaften Verfahrens der Staatsanwaltschaft ungültig sei. Er führte an, dass die vorherige Staatsanwältin sich selbst zurückgezogen habe und diese Befreiung nicht vom Justizministerium genehmigt worden sei, was die Einreichung der Anklageschrift rechtlich unwirksam mache.
Neben der Bürgermeisterin stehen auch ihr Ehemann Nadz Nanoh, ihr Onkel Walihiul Allama und ihr Vater Hji. Rahim Kahim unter dem Verdacht der Beteiligung. Zu den weiteren Mitangeklagten gehören der Barangay-Vorsitzende von Sangbay Small, Lucman Kahing, der Sicherheitsmitarbeiter Tudy Bayro sowie Sing Hassan. Zudem werden sieben weitere nicht näher identifizierte Personen als Beschuldigte geführt.






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