Wirtschaft: Landesweit

Exportoffensive für Mangos: MinDA und Neuseeland stärken die Industrie in Mindanao

Am 10. September kamen verschiedene Akteure zusammen, um die spezifischen Anforderungen für den Markteintritt in Neuseeland zu erörtern. Diese Zusammenkunft fand zudem im Kontext des 60. Jahrestages der diplomatischen Beziehungen zwischen den Philippinen und Neuseeland statt.

Nachrichtenbild
Quelle: PIA

Die Mindanao Development Authority (MinDA) arbeitet verstärkt daran, die Exportwege für die Mango-Industrie in der Region Mindanao zu optimieren. Ziel dieser Bemühungen ist es, die strengen Exportstandards Neuseelands zu erfüllen und den Zugang zu diesem anspruchsvollen Markt dauerhaft zu sichern. Die MinDA verfolgt dabei eine Strategie, die zunächst darauf abzielt, die Glaubwürdigkeit der Produkte bei philippinischen Konsumenten in Neuseeland zu etablieren. Gleichzeitig sollen die Einhaltung regulatorischer Vorschriften, die Konsistenz der Produkte sowie eine zuverlässige Logistik bei den Verschiffungen gewährleistet werden.

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Projekts liegt auf der wissenschaftlichen Verbesserung der Fruchtqualität. Dr. Philip Elmer, leitender Wissenschaftler und Teamleiter für biologische Kontrolle am New Zealand Bioeconomy Science Institute (NZ-BSI), erläuterte, dass die Arbeit auf die Identifizierung von Krankheitserregern, das Management von Rückständen und optimierte Sprühprogramme fokussiert sei. Durch die Anwendung guter landwirtschaftlicher Praktiken, gezielte Nacherntebehandlungen und eine lückenlose Überwachung der Exportbereitschaft soll ein Produktionssystem geschaffen werden, das die Lebensmittelsicherheit stärkt und den Weg für hochwertige Mango-Exporte in internationale Märkte ebnet.

Erste praktische Erfolge sind bereits bei den lokalen Erzeugern sichtbar. Mario Avenido, ein Mango-Anbauer aus Digos City, berichtete, dass die Anzahl der notwendigen Spritzungen auf den Feldern durch das Projekt von etwa 21 auf 10 reduziert werden konnte. Laut Avenido trägt diese verringerte Spritzhäufigkeit zudem zu einer besseren Qualität der Früchte bei.

Das dreijährige Co-Investment-Projekt mit dem Titel „Supporting High-Quality Residue-Compliant Mango Exports from the Philippines“ wurde im Zeitraum von 2023 bis 2025 umgesetzt. Finanziert wurde die Initiative durch das neuseeländische Außen- und Handelsministerium sowie die lokale Regierung von Midsayap. Zu den weiteren Partnern zählen die MinDA, das NZ-BSI, Plant & Food Research, die University of the Philippines Mindanao, DoleAsia und das Bureau of Plant Industry.

Leo Tereso A. Magno, Vorsitzender der MinDA, unterstrich die Bereitschaft seiner Behörde, alle Beteiligten bei regulatorischen Anforderungen und Koordinationsaufgaben zu unterstützen. Der stellvertretende Exekutivdirektor der MinDA, Romeo M. Montenegro, ergänzte, dass die Behörde politische Unterstützung und strategische Plattformen bereitstelle, um das enorme Potenzial der Mango-Industrie in Mindanao für hochwertige Märkte wie Neuseeland nutzbar zu machen.

Die neuseeländische Botschafterin auf den Philippinen, Dr. Catherine McIntosh, würdigte den wissenschaftsbasierten Ansatz zur Steigerung der Exportfähigkeit. Sie betonte, dass das Projekt nicht nur Institutionen, sondern auch Menschen zusammengebracht habe, um die Herausforderungen zu bewältigen, die den Zugang philippinischer Mangos zu Premium-Märkten bisher erschwert hatten. Zudem wies sie darauf hin, dass Neuseeland den wirtschaftlichen und handelsbezogenen Austausch mit den Philippinen durch praktische Marktchancen und stärkere kommerzielle Verbindungen um 50 Prozent ausbauen möchte.