Gesundheit: Iloilo

Dengue-Warnschwelle in der Provinz Iloilo überschritten

In der philippinischen Provinz Iloilo wurde die Warnschwelle für Dengue-Infektionen überschritten. Wie das Gesundheitsamt der Provinz (Iloilo Provincial Health Office, IPHO) mitteilte, erreichten die Fallzahlen in der 29. Morbiditätswoche, welche den Zeitraum vom 19. bis zum 27. Juli abdeckte, den kritischen Schwellenwert. In insgesamt 23 Ortschaften wurden bereits Infektionscluster identifiziert. Die Gesundheitsbehörden warnten davor, dass ein anhaltender Anstieg der Infektionen dazu führen könnte, dass die Provinz die Schwelle zu einer Epidemie erreicht, ein Szenario, das man unbedingt verhindern möchte.

Smiling Woman Nurse Holding Water Bottle OutdoorsDragonImages
Symbolbild: Envato

Die Leiterin des IPHO, Dr. Maria Socorro Colmenares-Quiñon, betonte die Notwendigkeit der Wachsamkeit. Zur Ermittlung des Schwellenwerts wurden historische Daten aus den Jahren 2020 bis 2025 herangezogen. Dabei wurde das Jahr 2024 bewusst ausgeklammert, da es als ein Jahr mit einem massiven Ausbruch galt.

Im Zeitraum vom 4. Januar bis zum 1. August verzeichnete die Provinz Iloilo insgesamt 1.595 Dengue-Fälle und sechs Todesfälle. Vergleicht man diese Zahlen mit dem Vorjahreszeitraum, in dem 3.677 Fälle und 15 Todesfälle gemeldet wurden, liegen die aktuellen Werte zwar um 57 Prozent niedriger, doch der jüngste Aufwärtstrend bereitet den Verantwortlichen große Sorgen.

Die Verteilung der Erkrankungen zeigt deutliche regionale Schwerpunkte. Die höchste Zahl an Infektionen wurde in Calinog mit 145 Fällen registriert, gefolgt von Cabatuan mit 130 Fällen. In Estancia wurden 100 Fälle und zwei Todesfälle gemeldet, während in Ajuy 79 Fälle und ein Todesfall auftraten. Weitere Gebiete mit hohen Fallzahlen sind Passi City (82), Dumangas (72), Lambunao (59), Maasin (54), Carles (48 mit einem Todesfall), Concepcion (45) und San Dionisio (43 mit einem Todesfall).

Zusätzliche Fälle wurden in Oton (43), Sara (43), San Enrique (40), Santa Barbara (40), Tigbauan (40), Janiuay (39), Banate (37), Batad (35), San Miguel (35), Pototan (33), Alimodian (30), Miag-ao (30), Dingle (28 mit einem Todesfall), Balasan (27), Pavia (24), Barotac Viejo (20), Bingawan (20), Guimbal (18), San Rafael (18), Leganes (17), Dueñas (16), Igbaras (13), Lemery (13), Leon (13), Barotac Nuevo (11), Tubungan (11), Zarraga (11), Mina (10), Badiangan (7), San Joaquin (7), Anilao (6) und New Lucena (3) dokumentiert. Die Krankheit wird durch den Stich der weiblichen Aedes-aegypti-Mücke übertragen und äußert sich durch plötzliches hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Hautausschlag und in schweren Fällen durch Blutungen. Da es keine spezifische Heilung gibt, können schwere Verläufe ohne schnelle Behandlung tödlich enden.

Besonders betroffen sind Kinder. Die Altersgruppe der fünf- bis Neunjährigen weist mit 300 Fällen die höchste Anzahl an Infektionen auf, gefolgt von den 10- bis 14-Jährigen mit 258 Fällen. Die Altersgruppe der 40-Jährigen und Älteren verzeichnete 251 Fälle, die 20- bis 29-Jährigen 229 Fälle und die 15- bis 19-Jährigen 190 Fälle. Zudem gab es 164 Fälle bei Kindern im Alter von ein bis vier Jahren, 92 Fälle bei den 30- bis 39-Jährigen und 81 Fälle bei Säuglingen unter einem Jahr.

Ein Infektionscluster wurde als eine Häufung von mindestens drei Fällen innerhalb von vier aufeinanderfolgenden Wochen definiert. Solche Cluster wurden in 23 Ortschaften nachgewiesen. Dazu gehören unter anderem die Barangays Bato Biasong, Bay-ang, Culasi, Mangorocoro und Poblacion in Ajuy; Poblacion in Alimodian; Maya in Balasan; De La Paz in Banate; San Lucas in Barotac Viejo; Bulak Sur und Poblacion in Batad; Banguit und Tabucan in Cabatuan; Dalid und Libot in Calinog; Imbang Grande und Poblacion Ilawod in Passi City; Bacjawan Sur, Lo-ong und Poblacion in Concepcion; Lincud und Calicuang in Dingle; Balabag, Pulao und Sulangan in Dumangas; Bayuyan, Botongon, Bulaqueña, Poblacion Zone 1, San Roque und Tacbuyan in Estancia; Cabugao und Caniguan in Lambunao; Buntalan und Catabac in Maasin; Mambong in Oton; Tigum in Pavia; Cubay, Sua und Borongon in San Dionisio; Cubay in San Enrique; Santo Niño in San Miguel; Aripdip und Poscolon in San Rafael; Zone V, Binangkilan und Bitaog-Taytay in Santa Barbara sowie Dorong-an in Tigbauan.

Inspektionsteams des IPHO stellten in Gebieten mit hohen Fallzahlen zahlreiche Brutstätten der Mücken fest, insbesondere durch weggeworfene Materialien und unsachgemäß verwalteten Abfall. Dr. Colmenares-Quiñon appellierte an die Bewohner, ihre Häuser und die Umgebung sauber zu halten und Brutstätten zu vernichten. Sie betonte, dass die Verantwortung für die Hygiene im privaten Umfeld nicht allein bei den Gesundheitshelfern, den lokalen Beamten oder der Gemeindeverwaltung liege.