Gesellschaft: Cebu

Cebu verlängert Importverbot für Schweineprodukte aufgrund von ASF-Gefahr

Die Provinzregierung von Cebu hat die Beschränkungen für den Import von lebenden Schweinen sowie Schweinefleisch und entsprechenden Erzeugnissen aus Gebieten mit ASF um weitere 45 Tage verlängert. Durch diese Entscheidung erhöht sich die Gesamtdauer der präventiven Maßnahmen auf insgesamt 90 Tage. Ziel der Behörden ist es, das Eindringen des Virus in die Provinz zu verhindern und so die lokale Schweineindustrie sowie die regionale Lebensmittelversorgung zu schützen.

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Symbolbild: Envato

Gouverneurin Pamela Baricuatro unterzeichnete die entsprechende Anordnung, die als Executive Order No. 44 geführt wird, am 20. August. Damit wird die ursprüngliche 45-tägige Sperre fortgesetzt, die bereits am 7. Juli durch die Executive Order No. 39 in Kraft gesetzt worden war.

Als wesentlicher Grund für die Aufrechterhaltung der erhöhten Wachsamkeit wird die geografische Nähe zur Insel Negros angeführt. Der regelmäßige Austausch von Personen und Waren zwischen Negros und Cebu stellt ein Risiko für die Einschleppung des Erregers dar. In der Anordnung heißt es, dass das anhaltende Auftreten und die Bedrohung durch ASF auf Negros sowie in anderen betroffenen Provinzen vorsorgliche Maßnahmen notwendig machen, um eine Ausbreitung innerhalb von Cebu zu unterbinden.

Das Verbot erstreckt sich auf lebende Schweine, frisches, gekühltes oder gefrorenes Schweinefleisch sowie verarbeitete Schweineprodukte, die aus ASF-betroffenen Gebieten nach Cebu eingeführt werden. Die Regelung gilt uneingeschränkt für kommerzielle Lieferungen ebenso wie für den privaten Transport von Schweineprodukten. Das PVO ist befugt, in Zusammenarbeit mit dem DA und dem Bureau of Animal Industry (BAI) auch weitere Schweineprodukte zu beschränken, sofern diese ein Risiko für die Verbreitung der Krankheit darstellen.

Zur Durchsetzung der Maßnahmen verstärkt das PVO die Kontrollen an verschiedenen Zugangspunkten, darunter Häfen, Flughäfen, Anlegestellen, Roll-on/Roll-off-Fähren sowie privaten Landeplätzen. Sendungen, bei denen der Verdacht auf einen Verstoß gegen das Verbot besteht, können inspiziert werden. Unzulässige Lieferungen können die Einfuhr verweigert, beschlagnahmt, zurückgeschickt oder gemäß den geltenden Vorschriften entsorgt werden. Das PVO überwacht zudem die ASF-Entwicklung in Cebu und den umliegenden Gebieten, um auf Basis von Überwachungsergebnissen und behördlichen Hinweisen über eine Beibehaltung, Änderung oder Aufhebung des Verbots zu entscheiden.

Zusätzlich wurden Schweinezüchter, Händler, Schlachthöfe, Transportunternehmen und andere Beteiligte angewiesen, die Maßnahmen gegen die Einschleppung von ASF zu verschärfen. Dazu zählen der begrenzte Zugang zu landwirtschaftlichen Betrieben, die Desinfektion von Fahrzeugen und Geräten sowie die lückenlose Dokumentation von Tierbewegungen. Zudem müssen Züchter sicherstellen, dass Tiere mit Anzeichen einer Infektion isoliert und umgehend dem örtlichen Tierarzt oder dem PVO gemeldet werden.

Trotz der verschärften Kontrollen gibt es positive Nachrichten für Teile der Provinz: Anfang August erhielten 16 lokale Verwaltungseinheiten in Cebu die Zertifizierung „Recognition of Active Surveillance on ASF“ (RAS-ASF) durch das BAI. Diese Bescheinigung bestätigt, dass in diesen Gebieten durch aktive Überwachung keine ASF-Fälle dokumentiert wurden. Züchter in diesen zertifizierten Gebieten dürfen ihre lebenden Schweine und Schweineprodukte unter Einhaltung der geltenden veterinärmedizinischen und Biosicherheits-Anforderungen über die Grenzen ihrer jeweiligen Gemeinde hinaus transportieren und verkaufen.