Wasserknappheit in Baguio: Regenwassersammelprojekt verzögert sich
In Baguio City leiden Einwohner und Besucher weiterhin unter Wasserknappheit. Ein Projekt, das die Situation verbessern sollte, verzögert sich. Die Bauarbeiten für die Regenwassersammelanlage Buyog werden erneut ausgeschrieben, nachdem der ursprüngliche Vertrag wegen erheblicher Verzögerungen und negativer Abweichungen gekündigt wurde.
Die Anlage liegt im Einzugsgebiet von Buyog, das die Barangays Lower Quirino Hill und Pinget umfasst. Der Vertrag mit dem ursprünglichen Auftragnehmer wurde am 15. April 2026 beendet. Die erste Bauphase hat ein Budget von 50 Millionen Pesos, das aus dem Local Government Support Fund des nationalen Haushalts stammt.
Das Baguio City Engineering Office bestätigte, dass seine Technical Working Group die verbleibenden Arbeiten vorbewertet. Eine Vorab-Bieterkonferenz für die unfertigen Teile des Projekts fand am 11. Juni 2026 statt, während die Öffnung der Angebote von interessierten Auftragnehmern am 25. Juni 2026 erfolgte.
Lokale Behörden hatten zuvor erklärt, dass das Projekt erhebliche technische Herausforderungen erlebt hat. Dazu gehören instabile Bodenverhältnisse und schwieriges Gelände im Einzugsgebiet, die komplexer waren als zunächst angenommen. Bislang sind nur 30 Prozent des Projekts abgeschlossen. Trotz der Bauverzögerungen und des schwierigen Geländes bewerteten die Überwachungsteams des City Engineering Office und des Baguio Water District die abgeschlossene Arbeit als zufriedenstellend.
Sobald die Anlage vollständig in Betrieb ist, soll sie 7.000 Kubikmeter Regenwasser speichern, um die anhaltenden Wasserknappheiten zu lindern, die insbesondere während der Trockenzeit die Bewohner von Pinget und Quirino Hill betreffen. Das Baguio Water District plant, das Regenwasser in der Anlage zu sammeln, in lokalen Tanks zu speichern und es zu behandeln, um die Philippine National Standards for Drinking Water zu erfüllen.
Das Projekt soll die Wasserversorgung der Stadt erhöhen, die Effizienz des Systems verbessern und eine nachhaltige Wasserressourcenverwaltung fördern. Dies soll als Reaktion auf den steigenden Bedarf, den Klimawandel und die schnelle Urbanisierung erfolgen. Die Anlage soll auch die Betriebskosten während Perioden der Wasserknappheit senken und als Hochwasserschutz dienen, indem sie den Sturmwasserabfluss während Taifunen reguliert.
Die Verzögerungen zeigen ein tiefer liegendes, langjähriges Problem im Wasserversorgungssystem von Baguio City. Seit Jahrzehnten kämpft die Stadt mit chronischen Wasserknappheiten, die durch schnelles Bevölkerungswachstum und ein alterndes Verteilungsnetz verursacht werden. Das Baguio Water District hat auch Schwierigkeiten, produktive Tiefbrunnen zu entwickeln, da die unterirdischen Grundwasserleiter aufgrund von Überentnahme weiter abnehmen.
Die Situation verschärft sich während der Sommermonate und der Haupttourismuszeit, wenn die Wasserrationierung in Hochgebirgsgemeinden wie Quirino Hill und Pinget zur Routine wird. Zudem verschärft die fortschreitende Verschlechterung der städtischen Einzugsgebiete das Problem. Das Einzugsgebiet von Buyog, eine der letzten Waldreservate von Baguio, hat unter illegalen Bauten, Landnahme und Abholzung gelitten, was seine Fähigkeit zur Speicherung von Grundwasser und zur Auffüllung von Grundwasserleitern erheblich verringert.
Mit abnehmender Waldbedeckung wird Regenwasser zunehmend zu Oberflächenabfluss, anstatt in den Boden zu sickern und die Grundwasserreserven aufzufüllen. Diese Umweltzerstörung veranlasste die lokale Regierung, in technische Lösungen wie die 50-Millionen-Peso-Regenwassersammelanlage zu investieren, um Abfluss zu sammeln und zu speichern. Die Kündigung des ursprünglichen Auftragnehmers hebt jedoch die bürokratischen und Umsetzungsschwierigkeiten hervor, die die kritische Wasserinfrastruktur weiter verzögern.
Während die Bauarbeiten unvollendet bleiben, sind die betroffenen Gemeinden weiterhin auf teure Wasserlieferungen und strenge Rationierungspläne angewiesen. Mit sinkenden Grundwasserständen und anhaltender Urbanisierung bleibt die Stadt durch die langsame Infrastrukturentwicklung anfällig für anhaltende Wasserknappheiten. Dies unterstreicht die Lücke zwischen den städtischen Nachhaltigkeitszielen und der tatsächlichen Projektumsetzung.