Vince Mangulabnan wird von Vorwürfen im Zusammenhang mit Todesfällen bei Team-Building-Aktivität freigesprochen
Vince Mangulabnan wird nicht mehr für strafrechtliche Verantwortung im Zusammenhang mit den Todesfällen der Basketballspieler Rene Baterbonia und Divine Adili während einer Team-Building-Aktivität in Dipaculao, Aurora, am 8. Juni 2026, zur Rechenschaft gezogen.
Mangulabnan war zunächst in die Fahrlässigkeitsklage einbezogen worden. Er hatte die Transportmittel für die Reise des Basketballteams nach Aurora organisiert. Die Ermittler entfernten Mangulabnan jedoch aus der Liste der Beschuldigten. Sie stellten fest, dass seine Beteiligung sich auf logistische Arrangements beschränkte und nicht die Planung, Überwachung oder Durchführung des tödlichen Wasserwiderstandsdrills umfasste.
Stattdessen empfahlen die Behörden strafrechtliche Anklagen gegen 12 Personen. Die Trainerstäbe stehen dabei den schwerwiegendsten Vorwürfen gegenüber. Acht Mitglieder des Basketballprogramms sollen wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen angeklagt werden. Dazu gehören der Cheftrainer Tab Baldwin, die Fitness- und Konditionstrainer CJ Elumba und Grant Dearns sowie die Assistenztrainer Jon Jacinto, Dean Castaño, Sandro Soriano und Buboy Domingo. Auch der Physiotherapeut Jeric Rueca soll angeklagt werden.
Baldwin soll den Seetest geplant und geleitet haben. Er wählte einen offenen, wellenexponierten Bereich aus, obwohl er wusste, dass einer der Teilnehmer nicht schwimmen konnte. Die Ermittler berichteten, dass die Aktivität ohne Rettungswesten, Rettungsschwimmer oder medizinisches und Rettungspersonal stattfand. Dies schuf eine vorhersehbare Gefahr, die letztlich zu den Todesfällen führte.
Elumba und Dearns wurden dafür kritisiert, dass sie das Konditionsprogramm entworfen und durchgeführt hatten. Es endete mit dem Seetest, ohne ausreichende Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren. Die Assistenztrainer sollen ebenfalls angeklagt werden. Sie sollen an der Überwachung und Durchführung der Aktivität beteiligt gewesen sein, ohne Schwimmhilfen zu verlangen oder die Übung trotz der Risiken zu stoppen.
Rueca, der Physiotherapeut des Teams und der einzige anwesende Erste-Hilfe- und Basic-Life-Support-zertifizierte Gesundheitsbeamte, soll ebenfalls angeklagt werden. Die Ermittler sagten, er habe die notwendigen medizinischen und Evakuierungsvorbereitungen vor der Aktivität nicht sichergestellt.
Vier weitere Personen sollen wegen einfacher Fahrlässigkeit in zwei Fällen angeklagt werden. Dazu gehört Em Fernandez, der Direktor des University Athletics Office. Er soll keine institutionellen Athletensicherheitsprotokolle festgelegt und durchgesetzt haben. Dazu gehörten das Fehlen eines genehmigten Aktivitätskalenders, medizinischer Freigaben und Teilnehmer-Einwilligungsformulare.
Auch die Besitzer des Hermanos Resort, Francisco und Frederick Zubia, sowie die Co-Managerin Yedda Rubio, sollen angeklagt werden. Francisco Zubia soll den Organisatoren versichert haben, dass die Seebedingungen günstig seien. Er stützte sich dabei auf eine künstliche Intelligenz-Anwendung, anstatt Informationen von zuständigen Behörden einzuholen. Das Resortmanagement soll ebenfalls versagt haben, zertifizierte Rettungsschwimmer, geeignete Warnschilder und andere Sicherheitsmaßnahmen bereitzustellen.
Zusätzlich zu den strafrechtlichen Empfehlungen verwiesen die Ermittler mehrere Beamte der Gemeinde Dipaculao an das Innenministerium. Sie sollen für mögliche administrative Verantwortung in Betracht gezogen werden. Dies betrifft angebliche Versäumnisse bei der Regulierung des Resorts und der Durchsetzung von Strand-Sicherheitsstandards.