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Vier starke Erdbeben in kurzer Zeit: Sind sie miteinander verbunden?

Am Donnerstag, den 25. Juni 2026, ereigneten sich innerhalb weniger Stunden mehrere starke Erdbeben an verschiedenen Orten. Zunächst trafen zwei Erdbeben mit einer Magnitude von über 7.0 und einer Tiefe von weniger als 20 Kilometern das südamerikanische Land Venezuela. Die Epizentren lagen nahe der Stadt Yumare, etwa 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Caracas. Weniger als 30 Minuten später erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6.9 die Küste von Nord-Honshu in Japan. Beide Erdbeben in Venezuela und Japan wurden etwa sieben Stunden zuvor von einem Erdbeben der Stärke 5.6 in Nordkalifornien, USA, vorausgegangen.

Consequences of natural disaster. Kayak boat floating on flooded streetbilanol
Symbolbild: Envato

Die Erdbeben in Venezuela und Japan sind Teil der Theorie der Plattentektonik. Diese besagt, dass die Erdkruste in mehrere Platten unterteilt ist, die sich kontinuierlich bewegen und miteinander interagieren. Das Erdbeben in Kalifornien wurde durch eine Verwerfung verursacht, die zur San-Andreas-Verwerfung gehört. Diese Verwerfung definiert die Grenze zwischen der Pazifischen Platte und der Nordamerikanischen Platte. Diese beiden Platten reiben horizontal aneinander, wobei die bewegliche Pazifische Platte nach Osten gegen die stabilere Nordamerikanische Platte drückt.

Die beiden Erdbeben in Venezuela wurden durch ein Verwerfungssystem verursacht, das sich ähnlich wie die San-Andreas-Verwerfung bewegt. In Venezuela ist es die Karibische Platte, die sich nach rechts gegenüber der Südamerikanischen Platte entlang eines komplexen Systems von rechtsverschiebenden Verwerfungen bewegt. Die Erdbeben der Stärke 7.2 und 7.5, die 39 Sekunden nacheinander auftraten, wurden von einigen Erdbebenwissenschaftlern als ein „Doppelschlag“ interpretiert. Dabei handelt es sich um zwei Erdbeben, die von zwei verschiedenen Verwerfungen verursacht werden, aber in räumlicher und zeitlicher Nähe auftreten.

Das Erdbeben in Japan wurde durch die Subduktion der Pazifischen Platte unter den Japanbogen verursacht. Diese Region wurde bereits 2011 von einem starken Erdbeben der Stärke 9.0 getroffen. Dieses Erdbeben war fast hundertmal stärker als das Erdbeben vom 25. Juni 2026. In der Region Sarangani auf den Philippinen ereignete sich am Freitag, den 26. Juni, um 19:34 Uhr ein Erdbeben der Stärke 6.5. Dieses Erdbeben wird als Nachbeben des Erdbebens der Stärke 7.8 vom 8. Juni angesehen. Nach einem Erdbeben muss sich die Erdkruste durch weitere Verformungen anpassen, was zu Nachbeben führt, deren Stärke jedoch abnimmt.

Quellen