Verzögerungen bei der Einstellung von Schulberatern
Die Einstellung von 10.000 Schulberatern, die den öffentlichen Schulen bei der Bereitstellung von psychischen Gesundheitsdiensten für Schüler helfen sollen, verzögert sich. Dies kritisierten Abgeordnete am 29. Juni in einer Anhörung des Ausschusses für Grundbildung des Repräsentantenhauses.
Der Ausschussvorsitzende, Pasig City Representative Roman Romulo, betonte, dass es in den Philippinen weniger als 8.000 Psychologen und registrierte Schulberater gibt. Dies führte zur Verabschiedung des Republic Act No. 12080, des Basic Education Mental Health and Well-Being Promotion Act. Präsident Ferdinand Marcos Jr. unterzeichnete das Gesetz im Dezember 2024.
Romulo fragte nach dem Stand der Umsetzung, da das Gesetz bereits 2024 verabschiedet wurde. Er verwies auf den Haushaltsplan 2026, der 10.000 Stellen für Schulberater vorsieht und rund 2 Milliarden Peso für deren Einstellung bereitstellt.
Für die Position der Schulberater sind Absolventen mit einem Bachelor-Abschluss in Beratung und Psychologie oder mit mindestens 18 Einheiten in diesen Fächern und 200 Stunden Schulung qualifiziert. Sie sollen in den Gehaltsstufen 11 bis 15 eingestuft werden.
Das Bildungsministerium hat die Stellenbeschreibung und die Qualifikationsstandards bereits im November 2025 zur Genehmigung bei der Civil Service Commission eingereicht. Die Kommission stellte im Januar 2026 die Forderung nach 200 Stunden Schulung in Frage, worauf das Bildungsministerium erwiderte, dass dies gesetzlich vorgeschrieben sei.
Die Civil Service Commission hat die Genehmigung der Qualifikationsstandards noch nicht erteilt. Der stellvertretende Direktor des Human Resource Policies and Standards Office, Christian Dawn Molina, erklärte, dass die Entscheidung bald veröffentlicht werde. Eine genaue Zeitangabe konnte er jedoch nicht machen.
Die Second Congressional Commission on Education hatte zuvor auf den Mangel an Schulleitern und Schulberatern hingewiesen, der zur Zunahme von Mobbing in den Schulen beiträgt. Die San Jose National High School in Tacloban City, wo es am 22. Juni zu einem tödlichen Schusswaffenvorfall kam, verfügt über keinen registrierten Schulberater.
Das Bildungsministerium in Tacloban City musste auf ein Netzwerk von Fachleuten aus Regierungsbehörden, Glaubensgemeinschaften und anderen Nichtregierungsorganisationen zurückgreifen, um die erste Reaktion zur Heilung der Schulgemeinschaft zu organisieren.
In der Anhörung wurden auch Sicherheitsmaßnahmen in Schulen thematisiert. Das Bildungsministerium plant, die Taschenkontrolle in öffentlichen Schulen verpflichtend zu machen. Die genaue Umsetzung hängt jedoch von der Größe der Schulbevölkerung ab.
Das Bildungsministerium wird zudem einen größeren Haushalt und mehr Stellen für Sicherheitskräfte in öffentlichen Schulen beantragen. Bildungsminister Sonny Angara erklärte, dass es vor seiner Amtszeit im Juli 2024 zu einer Reduzierung der Sicherheitskräfte gekommen sei.