Gesellschaft

Vertreibung in Mandaue: Bewohner protestieren gegen Hausabrisse

Am 13. Juli 2026 protestierten Mitglieder der Sitio Marna Homeowners Association Inc. vor dem Rathaus von Mandaue. Sie forderten ein Ende der laufenden Hausabrisse. Die Bewohner behaupten, dass die Abrisse ohne richterliche Anordnung und rechtliche Genehmigung erfolgen.

Excited family volunteers celebrating their garbage collection efforts in a parknateemee
Symbolbild: Envato

Ryan Catadman, Präsident der Vereinigung, berichtete, dass die Bewohner ohne vorübergehende Unterkunft, Nahrung oder Sanitärversorgung geblieben sind. Er warf den Abrissteams vor, schwere Maschinen ohne Vorlage von Dokumenten eingesetzt zu haben.

Carlo Pontico Fortuna, Stadtrat von Mandaue, erklärte, dass das Land nach einer Entscheidung aus dem Jahr 2016 privat ist. Er betonte, dass die Stadt nur verifizierten Mandaue-Bewohnern finanzielle Hilfe anbieten werde.

Die Vereinigung vertritt mehr als 180 Mitglieder. Sie behauptet, dass schwere Maschinen ohne Vorwarnung und ohne die notwendigen Papiere durch das Viertel gefahren sind. Dies habe Familien traumatisiert und obdachlos gemacht.

Catadman berichtete, dass die Abrissteams Bagger und Planierraupen nutzten, um Gebäude abzureißen. Einige Bewohner waren noch in ihren Häusern. Er behauptete auch, dass einige der Abrissarbeiter Masken trugen und Waffen bei sich hatten.

Die betroffenen Familien kampieren derzeit am Straßenrand in der Nähe der Abrissstelle. Catadman betonte, dass sie dringend saubere Toiletten, Nahrung und vorübergehende Unterkünfte benötigen. Besonders Kinder und ältere Menschen leiden darunter.

Der Streit dreht sich um den tatsächlichen Eigentümer des Landes. Während die Bewohner zugeben, dass sie keine Landtitel besitzen, erklärte Catadman, dass das Department of Environment and Natural Resources ihnen zuvor mitgeteilt habe, dass das Gebiet öffentliches Waldland sei. Er betonte, dass den Bewohnern nie private Eigentumstitel oder offizielle Gerichtsdokumente gezeigt wurden.

Die Bewohner wollen bleiben und ihre Gemeinschaft wieder aufbauen, anstatt umzuziehen. Catadman sagte, dass sie nur darum bitten, ihre Häuser wieder aufbauen zu dürfen. Die Stadtverwaltung hingegen betonte, dass der Abriss legal ist. Ein Gerichtsbeschluss aus dem Jahr 2016 gibt den Eigentümern das Recht, das Land zu räumen.

Da Mandaue City keine offenen Umsiedlungsflächen für die vertriebenen Familien hat, kann die Stadt kein neues Land oder Wohnraum anbieten. Stattdessen wird die Stadt finanzielle Hilfe für berechtigte Mandaue-Bewohner anbieten. Die genauen Beträge sollen bald von Bürgermeister Thadeo Ouano bekannt gegeben werden.

Quellen