Politik

Verteidigung nutzt Drohvideo von Vizepräsidentin Duterte

Die Verteidigung im Verfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte hat ein Video verwendet, das angebliche Drohungen von ihr zeigt. Damit hat sie die Echtheit des Videos anerkannt und gleichzeitig zugegeben, dass die Aussagen von Duterte stammen.

Gavel and Handcuffs on Flag
Symbolbild: Envato

Die private Anklagevertreterin Lorna Kapunan erklärte am Donnerstag, dass die Verteidigung das Video nicht mehr als manipuliert, zusammengeschnitten oder mit Künstlicher Intelligenz erstellt bezeichnen kann. Das Video trägt die Kennzeichnung Exhibit P-4-10.

Kapunan betonte, dass die Verteidigung damit nicht nur die Existenz des Videos anerkannt, sondern auch zugegeben hat, dass Duterte die Aussagen gemacht hat. Sie nannte dies eine implizite Zustimmung und sogar ein Geständnis.

Das Video ist zentraler Bestandteil des vierten Amtsenthebungsartikels gegen Duterte. Dieser wirft ihr vor, die Verfassung verletzt, das öffentliche Vertrauen missbraucht und andere schwere Verbrechen begangen zu haben. Die Aussagen betreffen Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Araneta-Marcos und den ehemaligen Parlamentspräsidenten Ferdinand Martin Romualdez.

Ein technischer Zeuge des National Bureau of Investigation hatte zuvor über die Herkunft, die Kette der Verwahrung und die Echtheit des Videos ausgesagt. Ein zweiter Zeuge diskutierte den Inhalt des Videos und die daraus resultierenden Ermittlungen.

Duterte hatte die Aussagen in einer aufgezeichneten Online-Pressekonferenz am 23. November 2024 gemacht. Danach hatte sie bestritten, dass sie eine schwere Bedrohung darstellen, und sie als Reaktion auf eine angebliche Gefahr für ihr eigenes Leben bezeichnet.

Quellen