Sport

Verdacht auf Schiedsrichterbevorzugung: Argentiniens WM-Lauf begleitet von Verschwörungstheorien

Argentinien steht nach einem brillanten Lauf von Lionel Messi im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen England. Die Mannschaft aus Südamerika hat es bis ins Halbfinale geschafft. Doch die Reise der Titelverteidiger wurde von Verschwörungstheorien begleitet. Diese behaupten, dass das Spiel zugunsten Argentiniens beeinflusst wurde.

Huts on the water, Puerto Princesa, Philippines.
Symbolbild: Envato

Die Behauptungen basieren auf umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen. So gab es in der Gruppenphase gegen Algerien eine umstrittene Entscheidung. Lionel Messi trat Algeriens Kapitän Aissa Mandi in den Unterschenkel. Der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak gab zwar einen Freistoß, verhängte aber keine weitere Strafe gegen Messi. Dieser erzielte später einen Hattrick.

Experten wie der ehemalige Manchester-City-Verteidiger Nedum Onuoha und der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich waren sich einig. Sie nannten Messi's Aktion eine rote Karte wert. Algeriens Fußballverband beschwerte sich offiziell bei der FIFA über die Schiedsrichterentscheidung.

Im Achtelfinale gegen Ägypten sorgte eine Entscheidung des Video-Assistenten für Aufregung. Ein Tor der Ägypter wurde aufgrund eines Fouls an einem argentinischen Spieler in einer vorherigen Spielphase abgepfiffen. Auch der ägyptische Trainer Hossam Hassan kritisierte die Schiedsrichterentscheidungen.

Im Viertelfinale gegen die Schweiz half eine umstrittene Entscheidung des Schiedsrichters Joao Pinheiro. Er zeigte Leandro Paredes eine gelbe Karte, obwohl die Schweiz das Spiel dominierte. Auch hier gab es Kritik an der Entscheidung.

Die FIFA wies die Vorwürfe zurück. Der Chef der FIFA-Schiedsrichter, Pierluigi Collina, nannte die Vorwürfe unbegründet. Dennoch halten sich die Verschwörungstheorien hartnäckig. Sie werden durch AI-generierte Videos und Memes im Internet verstärkt.

Quellen