Politik

US-Senator Lindsey Graham verstorben

Der US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Er war einer der engsten Verbündeten von Präsident Donald Trump im Kongress und ein langjähriger Befürworter einer direkten Konfrontation mit dem Iran.

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Symbolbild: Envato

Grahams Büro gab am Samstagabend eine Mitteilung auf sozialen Medien heraus. Es nannte eine kurze und unerwartete Krankheit als Todesursache. Weitere Details wurden nicht genannt.

Grahams Familie bat um Gebete und Privatsphäre. Der Senator war seit 2002 Mitglied des US-Senats und kandidierte für eine fünfte Amtszeit. Er hatte 2016 kurzzeitig für das Präsidentenamt kandidiert und sich dabei mit Trump überworfen.

Graham wurde später zu einem der wichtigsten Verbündeten von Trump. Er beriet den Präsidenten häufig in Fragen der Außenpolitik, insbesondere in Bezug auf Iran und Russland. Am Freitag hatte er eine Vereinbarung mit der Trump-Regierung über ein Paket von Russland-Sanktionen bekannt gegeben.

Graham war kürzlich in der Ukraine, um sich mit dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyj zu treffen. Zelenskyj dankte ihm für seine Unterstützung und Anerkennung der ukrainischen Krieger.

Als Mitglied des US-Repräsentantenhauses in den 1990er Jahren setzte sich Graham für eine Isolierung des Iran und die Begrenzung seiner Raketen- und Nuklearprogramme ein. Er unterstützte auch Trumps Entscheidung, vor einem Jahr Nuklearanlagen anzugreifen.

Graham war Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Senats. Er spielte eine zentrale Rolle während Trumps zweiter Amtszeit, als die Republikaner wichtige Gesetzesvorhaben mit knapper Mehrheit durchbrachten.

Sein Ausschuss überwachte das Verfahren der Versöhnung, das es den Republikanern ermöglichte, bedeutende Politikmaßnahmen wie das Steuergesetz des letzten Jahres ohne die Bedrohung eines demokratischen Filibusters zu verabschieden.

Graham hatte zuvor den Justizausschuss des Senats geleitet, als die Republikaner Amy Coney Barrett 2020 in den Obersten Gerichtshof beriefen. Er war bereit, den Vorsitz wieder zu übernehmen, wenn die Partei nach den diesjährigen Zwischenwahlen die Kontrolle über den Senat behält.

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