US-Luftschläge gegen Iran nach tödlichem Angriff auf US-Soldaten
Die Vereinigten Staaten haben nach einem iranischen Angriff, bei dem zwei US-Soldaten in Jordanien getötet wurden und ein dritter vermisst wird, neue Luftschläge gegen den Iran gestartet. Das US Central Command gab bekannt, dass die Angriffe am Samstagabend auf Anweisung von Präsident Donald Trump begannen. Ziel der Operationen sei es, die Fähigkeit des Iran, die kommerzielle Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen, zu schwächen, sowie die Kräfte der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) zu bestrafen, die die Angriffe auf US-Personal in Jordanien durchgeführt hatten.
Die Eskalation folgt auf das Scheitern eines vor einem Monat unterzeichneten Waffenstillstandsabkommens in der vergangenen Woche. Seitdem haben sich die gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran intensiviert, was die Gefahr eines umfassenden Krieges erhöht. Seit Beginn des Konflikts, der im Februar mit US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf das iranische Raketenprogramm begann, sind laut Angaben des Central Command 16 US-Soldaten gefallen und mehr als 420 wurden verletzt. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, das Opfer der Gefallenen würde die Entschlossenheit der USA nur weiter stärken.
Der iranische Oberste Führer, Ayatollah Mojtaba Khamenei, bezeichnete die US-Aktionen als Versuche, den Konflikt zu eskalieren, und warnte vor schweren Kosten für Washington. Er erklärte in einer Stellungnahme, dass die wiederholten Verstöße der USA gegen das Abkommen die Glaubwürdigkeit von Präsident Trump zerstört hätten. Während die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete, dass US-Angriffe in der Nähe von Sirik im Süden des Iran stattfanden, ohne dass dabei Opfer oder Infrastrukturschäden gemeldet wurden, deuten andere Berichte auf eine breitere regionale Beteiligung hin.
Die iranische Revolutionsgarde hat zudem Ziele in der Golfregion angegriffen. In Kuwait wurden ballistische Raketen und Drohnen abgefangen, wobei jedoch Feuerwehrkräfte und Mitarbeiter des Ölsektors bei den Einsätzen verletzt wurden. Die Kuwait Petroleum Corporation meldete zudem Schäden an einer Ölförderanlage durch wiederholte iranische Angriffe. In Bahrain wurden laut iranischen Medien ein US-Stützpunkt und ein Geheimdienstzentrum angegriffen. Auch in Jordanien meldete der iranische Staatsfernsehen die Zerstörung von US-Kampfflugzeugen auf der Basis Al Azraq.
In Saudi-Arabien löste ein mutmaßlicher iranischer Raketenangriff Warnsysteme aus, die die Bevölkerung in Al-Kharj und Yanbu dazu aufriefen, Schutz zu suchen. Das US-Außenministerium hat daraufhin eine weltweite Reisewarnung für US-Bürger im Ausland herausgegeben, da die Spannungen im Nahen Osten ein unvorhersehbares Ausmaß annehmen könnten.
Quellen
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