Politik: Landesweit

Umfrage: 64 Prozent der Filipinos bewerten ihre Abgeordneten positiv

Eine aktuelle Umfrage des Forschungsinstituts OCTA Research zeigt, dass mindestens 64 Prozent der philippinischen Bevölkerung die Arbeit ihrer jeweiligen Bezirksabgeordneten im Repräsentantenhaus als gut bewerten. Diese positive Einschätzung der lokalen Volksvertreter steht in deutlichem Kontrast zur Wahrnehmung des Repräsentantenhauses als Institution, die in derselben Erhebung lediglich eine Vertrauensbewertung von 38 Prozent und eine positive Leistungsbewertung von 37 Prozent erhielt.

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Quelle: Google

Die Ergebnisse der im zweiten Quartal durchgeführten „Tugon ng Masa“-Umfrage deuten darauf hin, dass die politische Rechenschaftspflicht auf der Ebene der einzelnen Wahlkreise effektiver oder zumindest sichtbarer funktioniert als auf der institutionellen Ebene des Kongresses. Laut den Forschern von OCTA Research könnte dies erklären, warum Amtsinhaber in ihren Distrikten häufig wiedergewählt werden, während das allgemeine Vertrauen in das Parlament als Ganzes niedrig bleibt. Die politische Position eines Abgeordneten scheint somit weitgehend von der allgemeinen Bewertung des Kongresses entkoppelt zu sein.

Die Zufriedenheit variiert je nach Region: In den Visayas ist die Zustimmung mit 68 Prozent am höchsten, gefolgt von Mindanao mit 65 Prozent, der Region Balance Luzon mit 63 Prozent und der National Capital Region mit 60 Prozent. Auch bei der sozioökonomischen Schichtung zeigen sich Unterschiede. Die höchste Zustimmung findet sich in der Klasse E mit 72 Prozent, während die Werte in der Klasse D bei 63 Prozent und in der Klasse ABC bei 62 Prozent liegen. Die Ablehnung der Arbeit der Abgeordneten bewegt sich regional zwischen 25 und 30 Prozent und liegt bei den sozioökonomischen Klassen zwischen 25 und 28 Prozent.

Betrachtet man demografische Merkmale, so äußerten sich 65 Prozent der Befragten aus ländlichen Gebieten und 63 Prozent aus städtischen Gebieten zufrieden über ihre Abgeordneten. Bei den Geschlechtern liegt die Zustimmung mit 64 Prozent gleichauf. In Bezug auf das Alter verzeichnet die Gruppe der 65- bis 74-Jährigen mit 72 Prozent die höchste Zufriedenheit, gefolgt von den 18- bis 24-Jährigen (66 Prozent) und den 35- bis 44-Jährigen (65 Prozent). Die geringste Zustimmung findet sich bei den 25- bis 34-Jährigen sowie den über 75-Jährigen mit jeweils 60 Prozent. Bei den über 75-Jährigen gaben zudem 18 Prozent an, die Frage nicht beantworten zu können. Hinsichtlich des Bildungsstandes ist die Zufriedenheit bei Personen ohne formale oder elementare Schulbildung mit 67 Prozent am höchsten, während Personen mit beruflicher Ausbildung mit 58 Prozent die geringste Zustimmung und mit 35 Prozent die höchste Ablehnung äußerten.

Die Umfrage wurde vom 4. bis zum 11. Juli 2026 durchgeführt. Dabei wurden 1.200 Personen ab 18 Jahren in persönlichen Interviews befragt. Die Fehlermarge liegt bei plus oder minus 3 Prozent bei einem Konfidenzniveau von 95 Prozent. Während 64 Prozent eine positive Meinung äußerten und 27 Prozent widersprachen, gaben 9 Prozent an, es nicht zu wissen oder nicht sagen zu können. Niemand verweigerte die Auskunft.