Typhoon Inday vertrieb Tausende in Negros Occidental
Der Taifun Inday und der südwestliche Monsun haben in Negros Occidental zu schweren Überschwemmungen geführt. 1.115 Familien mit insgesamt 3.349 Personen mussten in 42 Barangays ihre Häuser verlassen.
Die Philippinen erleben jährlich durchschnittlich 20 Taifune. Die Region ist daher besonders anfällig für schwere Überschwemmungen. Die nationale Regierung mobilisiert regelmäßig Katastrophenhilfsgelder, die oft 50 Millionen Philippinische Peso pro betroffener Region übersteigen.
Die meisten Evakuierten kamen aus La Castellana und Pontevedra. Dort wurden 399 und 269 Familien vertrieben. Auch in Isabela, Moises Padilla, Binalbagan, La Carlota, San Enrique, Bago City, Sipalay City und Hinoba-an wurden zahlreiche Familien evakuiert.
Insgesamt wurden 1.314 Familien in 39 Evakuierungszentren untergebracht. Weitere 115 Familien erhielten Unterstützung außerhalb dieser Zentren. In Canlaon City wurden 112 Familien vorsorglich evakuiert.
Die Philippinische Küstenwache meldete neun gestrandete Passagiere in Negros Oriental. Monsunwinde und Regen beschädigten 18 Häuser in Negros Occidental. In Sipalay City wurden neun Häuser teilweise zerstört, eines vollständig.
In Bacolod City stürzte ein Teil der Umfassungsmauer des Burgos Public Cemetery ein. Bürgermeister Greg Gasataya ordnete die Sicherung der Stelle und die Überwachung der öffentlichen Sicherheit an. Zudem sollen nahegelegene Bäume beschnitten werden.
Die Stadt bereitet die Verlegung von etwa 450 sterblichen Überresten aus dem verfallenen Friedhof vor. Diese sollen in ein neues Knochengewölbe im Handumanan Public Cemetery umgebettet werden.
Die Polizei der Negros Island Region setzte 702 Beamte für die Katastrophenhilfe ein. Sie wurden in Evakuierungszentren, an wichtigen Einrichtungen und in Such- und Rettungsteams eingesetzt. Der Taifun Inday verlässt derzeit den Verantwortungsbereich der Philippinen.