Tao-Bootfahrt erneuert historische Beziehungen zwischen Taiwan und Batanes
Am 16. Juni 2026 fuhr ein Tao-Boot von der Orchid Island nach Batanes. Diese Fahrt erneuerte die Beziehungen zwischen den Tao und den Ivatan. Die beiden Gruppen haben eine lange gemeinsame Geschichte.
Die Tao und Ivatan haben viele Geschichten über Reisen, Heirat, Handel und Freundschaft. Diese Geschichten wurden durch die Kolonialgeschichte unterbrochen. Batanes kam unter spanische Herrschaft, während die Orchid Island in verschiedene chinesische und japanische Verwaltungssysteme eingegliedert wurde.
Die Fahrt im Juni 2026 war keine Rückkehr in eine abstrakte austronesische Vergangenheit. Vielmehr war es eine Erneuerung der Beziehungen zwischen den Tao und den Ivatan. Beide Gruppen haben Geschichten über Reisen, Heirat, Handel und Freundschaft.
Die Sprachen der Tao und Ivatan sind zu mehr als 80 Prozent gegenseitig verständlich. Ihre Ältesten erkennen auch heute noch Verwandtschaftsbeziehungen über das Wasser hinweg.
Die Beziehungen wurden durch Kolonialismus unterbrochen. Kolonialmächte verwandelten einstige Handelsrouten in Grenzen. Die Bashi-Straße, die früher eine Route war, wurde zu einer Linie zwischen Staaten.
In den Philippinen wird oft nach der Herkunft gefragt. Diese Fragen können helfen, über Inseln und Geschichten hinweg zu denken. Sie können aber auch zu Fallen werden. Sie lassen uns nach einem einzigen Label suchen, obwohl Geschichte oft durch Bewegung, Heirat, Handel, Konflikt und Rückkehr gemacht wird.
Philippinische Medien verwendeten oft den Begriff Austronesische Verbindung. Dieser Begriff kann lebende Gemeinschaften auf ein Modell reduzieren. Die Tao und Ivatan sind nicht deshalb spannend, weil sie ein Austronesisches Modell beweisen. Sie sind spannend, weil sie sich aneinander erinnern.
Taiwanische Medien betonten die gemeinsame Geschichte und die erneuerte Verbindung. Sie sprachen von einer gemeinsamen Geschichte und erneuerten Kontakt.
In Sqoyaw, Heping District, Taichung, arbeiten Forscher mit der Tayal-Gemeinschaft zusammen. Sie untersuchen, was passiert, wenn Menschen von ihrer Geschichte getrennt werden. Die Tayal von Sqoyaw haben ihre Geschichte nicht verloren. Sie wurde durch koloniale und staatliche Systeme schwerer zugänglich.
Unter japanischer Kolonialherrschaft wurden die Lebensweisen der Tayal umorganisiert. Spätere taiwanische Staatspolitiken setzten diese Störungen fort. Land, das Erinnerungen trug, wurde als Staatsland umdefiniert. Alte Siedlungen wurden zu archäologischen Stätten.
Die Forscher hoffen, durch ihre Zusammenarbeit mit der Tayal-Gemeinschaft gegen diese Auslöschung zu arbeiten. Sie betonen die Bedeutung der Tayal-Verwaltung und des Erbes.