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Taal-Vulkan zeigt erneut phreatomagmatische Eruption

Der Taal-Vulkan in Batangas hatte am Donnerstagmorgen, dem 16. Juli, eine kleine phreatomagmatische Eruption. Das meldete das Philippine Institute of Volcanology and Seismology (Phivolcs). Es war die zweite Eruption dieser Art in diesem Monat.

Village in Palawan
Symbolbild: Envato

Die Eruption begann um 7:30 Uhr und dauerte etwa zweieinhalb Minuten. Das Institut stützte sich dabei auf seismische, infrasound- und visuelle Beobachtungen. Es gab keine Aufwärtsbewegung heißer vulkanischer Flüssigkeiten im Hauptkratersee. Auch vulkanischer Nebel, sogenannter Vog, wurde nicht festgestellt.

Der Hauptkrater liegt auf der Taal-Vulkaninsel, auch Pulo genannt, in der Mitte des Taal-Sees. Die jüngste Aktivität folgte auf eine dreiminütige phreatomagmatische Eruption am 12. Juli. Im Juni hatte es fünf ähnliche Eruptionen gegeben.

Phivolcs erklärte, dass eine phreatomagmatische Eruption entsteht, wenn aufsteigendes Magma explosiv mit Wasser in Kontakt kommt. Es entsteht Dampf und zersplittertes vulkanisches Material. Das unterscheidet sich von einer phreatischen Eruption, die nur durch die schnelle Erwärmung von Grund- oder Oberflächenwasser durch Magma, Lava oder heiße Gesteine verursacht wird.

In seinem jüngsten 24-Stunden-Bericht meldete Phivolcs, dass der Taal-Vulkan am Mittwoch und Donnerstag durchschnittlich 289 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag ausstieß. Das war ein deutlicher Anstieg gegenüber den 59 Tonnen am Dienstag. Der bisher niedrigste Tageswert in diesem Jahr lag bei 78 Tonnen, der höchste bei 5.287 Tonnen am 4. Juni.

Phivolcs beobachtete zudem eine mäßige Emission vulkanischer Dampfwolken, die etwa 600 Meter über dem Hauptkrater aufstiegen und dann nach Nordnordost drifteten. Trotz der kurzen Eruption bleibt der Taal-Vulkan auf Warnstufe 1. Das bedeutet eine geringe vulkanische Unruhe.

Phivolcs betonte, dass Warnstufe 1 nicht bedeutet, dass der Vulkan wieder in einen normalen Zustand zurückgekehrt ist. Die Möglichkeit weiterer eruptiver Aktivitäten besteht weiterhin. Die Behörde appellierte an die Öffentlichkeit, alle Vorsichtsmaßnahmen rund um den Vulkan weiterhin zu beachten.

Quellen