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Taal-Vulkan: Wissenschaftler beobachten den Vulkan weiterhin genau

Vor zwei Wochen registrierte das Philippine Institute of Volcanology and Seismology drei kurze Explosionen am Taal-Vulkan. Innerhalb von fünf Minuten schoss eine Säule aus Asche und Dampf bis zu 1,2 Kilometer in die Luft. Die Eruption verursachte jedoch nur geringe Störungen.

Congested Cityscape Of Baguio City Philippines
Symbolbild: Envato

Der Taal-Vulkan steht weiterhin auf Warnstufe 1, was niedrige Unruhe bedeutet. Wissenschaftler überwachen den Vulkan weiterhin genau, da selbst kleine Eruptionen wichtige Hinweise auf das Verhalten des Vulkans liefern.

Der Taal-Vulkan liegt in der Provinz Batangas, etwa 60 Kilometer südlich von Manila. Er befindet sich auf der Vulkaninsel im Taal-See und ist einer der 24 aktiven Vulkane der Philippinen.

Taal gehört zu den am engsten überwachten Vulkane des Landes und ist einer der 16 Decade Volcanoes weltweit. Diese Vulkane haben eine Geschichte großer, zerstörerischer Eruptionen und stellen ein erhebliches Risiko für die nahegelegenen Bevölkerungen dar. Weitere Beispiele sind der Ätna in Italien und der Mount Rainier in den Vereinigten Staaten.

Im Januar 2020 schoss der Taal-Vulkan Aschewolken mehr als 15 Kilometer in die Atmosphäre. Dies zwang die Evakuierung von Hunderttausenden Menschen, störte den Luftverkehr und bedeckte weite Teile von Luzon mit Asche. Die Eruption von 2020 war die größte seit 1977. Wissenschaftler haben Hinweise auf viele weitere Eruptionen gefunden, die bis zu 670.000 Jahre zurückreichen.

Seit der großen Eruption im Jahr 2020 hat der Taal-Vulkan immer wieder kleinere Eruptionen gezeigt. Seit Beginn des Jahres 2026 hat das Philippine Institute of Volcanology and Seismology 18 isolierte Ausbrüche am Taal-Vulkan registriert. Diese Eruptionen waren jedoch nicht die typischen Lavaflüsse oder hohen Aschewolken.

Sieben der Eruptionen dieses Jahres waren phreatische Eruptionen, bei denen Wasser mit heißem Gestein oder Magma unter der Oberfläche interagiert und explosionsartige Dampfstöße erzeugt. Bei diesen Eruptionen erreicht wenig oder kein neues Magma die Oberfläche.

Die anderen elf Eruptionen waren phreatomagmatische Eruptionen. Diese entstehen, wenn aufsteigendes Magma direkt mit Wasser in Kontakt kommt. Der schnell expandierende Dampf zerschlägt sowohl das Magma als auch das umgebende Gestein in feinen Asche, was diese Eruptionen im Allgemeinen energischer macht als phreatische Explosionen.

Der Taal-Vulkan ist besonders anfällig für phreatische und phreatomagmatische Eruptionen, da sein aktiver Krater einen See enthält. Wasser ist daher leicht verfügbar, um mit aufsteigendem Magma zu interagieren, was dampfgetriebene Explosionen zu einem charakteristischen Verhalten des Vulkans macht.

Ob eine Eruption phreatisch oder phreatomagmatisch ist, liefert wichtige Hinweise darauf, was unter dem Vulkan geschieht. Dies hilft Vulkanologen, das Verhalten des vulkanischen Systems zu verstehen und ob vulkanische Gefahren sich ändern.

Die Philippinen liegen im Pazifischen Feuerring, einem Gürtel von Vulkane, der einen großen Teil des Pazifischen Ozeans umgibt. In dieser Region stoßen mehrere tektonische Platten aufeinander. Wissenschaftler können zwar nicht genau vorhersagen, wann ein Vulkan ausbricht, aber sorgfältige Überwachung kann frühzeitig warnen, wenn sich ein vulkanisches System verändert.

Die Wissenschaftler überwachen die Häufigkeit und Intensität von Erdbeben, nutzen Satelliten und GPS-Instrumente, um subtile Veränderungen der Erdoberfläche zu erkennen, messen vulkanische Gasemissionen wie Schwefeldioxid und Kohlendioxid und verfolgen Veränderungen in der Temperatur und Chemie des Kratersees.

Quellen