Wirtschaft: Landesweit

Stromreserve in Mindanao steigt nach Versorgungsengpässen deutlich an

Die Stromversorgung auf der philippinischen Insel Mindanao hat sich am 13. September deutlich stabilisiert. Laut dem Energieministerium (Department of Energy, DOE) stieg die Bruttoreserve des Stromnetzes auf 545 MW, da die verfügbare Kapazität die aktuelle Nachfrage überstieg.

Beautiful tropical seacape. El Nido, Palawan island, Philippines
Symbolbild: Envato

Daten der National Grid Corporation of the Philippines (NGCP) zufolge belief sich die verfügbare Kapazität an diesem Tag auf 2.791 MW, während die Spitzenlast bei 2.246 MW lag. Damit war die Reserve fast viermal so hoch wie am Vortag, an dem die Reserve lediglich 144 MW betrug bei einer Nachfrage von 2.459 MW und einer Kapazität von 2.603 MW.

Diese Erholung folgt auf eine Phase hoher Volatilität in der Stromversorgung der Region. Bereits am 11. September verzeichnete das Netz eine negative Reserve von 46 MW, da die Nachfrage mit 2.657 MW die verfügbaren 2.611 MW überstieg. Eine noch deutlichere Unterdeckung gab es am 8. September, als die Reserve bei minus 109 MW lag, wobei die Nachfrage 2.717 MW erreichte und die Kapazität nur 2.608 MW betrug. Davor zeigten die Werte vom 9. und 10. September mit Reserven von 49 MW bzw. 125 MW ebenfalls Schwankungen.

Betrachtet man das gesamte Jahr vom 1. Januar bis zum 13. September, so lag die durchschnittliche Systemnachfrage laut DOE bei 2.450 MW. Demgegenüber stand eine durchschnittliche verfügbare Kapazität von 3.235 MW, was einer durchschnittlichen Bruttoreserve von 785 MW für diesen Zeitraum entspricht. Die bisher in diesem Jahr gemessene höchste Spitzenlast in Mindanao wurde am 12. Mai mit 2.775 MW verzeichnet.

Die tatsächlich erzeugte Strommenge in Mindanao sank am 13. September leicht auf 53.018 Megawattstunden (MWh), verglichen mit 55.197 MWh am 12. September und 57.901 MWh am 11. September. Das DOE unterstrich, dass die Aufrechterhaltung ausreichender Reserven für die Zuverlässigkeit des Netzes unerlässlich bleibt, insbesondere bei steigender Nachfrage oder sinkender Erzeugungskapazität. Für die Industrie und Unternehmen sei eine stabile Stromversorgung essenziell, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und energierelaterte Risiken zu minimieren.