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SPMC warnt vor steigenden Schlangenbissfällen in Davao

Das Southern Philippines Medical Center (SPMC) warnt vor steigenden Schlangenbissfällen in der Davao Region. Die Klinik rät, Schlangenbissopfer sofort ins nächste Krankenhaus zu bringen, anstatt traditionelle Erste-Hilfe-Maßnahmen anzuwenden.

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Symbolbild: Envato

Dr. Ella Joy Nogas, Fachärztin am Poison Treatment and Control Institute des SPMC, betonte, dass Schlangenbisse seit 2015 zu den drei häufigsten Fällen gehören, die die Giftnotrufzentrale behandelt. Jährlich werden etwa 600 Schlangenbissfälle registriert, verglichen mit weniger als 200 Fällen, als die Zentrale ihre Arbeit aufnahm.

Nogas appellierte an die Öffentlichkeit, auf traditionelle Erste-Hilfe-Maßnahmen zu verzichten und die Opfer sofort ins Krankenhaus zu bringen. Sie erinnerte an einen Fall, bei dem ein Patient starb, nachdem er erst zwei Stunden nach dem Biss ins Krankenhaus kam.

Nicht alle Schlangenbisse erfordern ein Gegengift, da einige Bisse trocken sind und kein Gift injizieren. Dennoch sollten alle Bisse von geschultem medizinischem Personal untersucht werden, da eine sofortige Bestimmung der Vergiftung unmöglich ist.

Das SPMC verfügt über Gegengifte für Kobra- und Königskobra-Bisse und ist ein Anlaufpunkt für schwere Fälle aus verschiedenen Provinzen. Patienten aus anderen Krankenhäusern werden ins SPMC verlegt, wenn zusätzliche Gegengifte benötigt werden.

Die Urbanisierung trägt ebenfalls zu den zunehmenden Begegnungen zwischen Menschen und Schlangen bei. Durch die Umwandlung von Waldgebieten in Wohnsiedlungen dringen Menschen in das Habitat der Schlangen ein.

Um die Notfallversorgung zu verbessern, führt das SPMC zusammen mit Central 911 und dem Bureau of Fire Protection die Chemical Safety and Snakebite Care Caravan durch. Diese Schulungen richten sich an Barangay-Helfer und Gesundheitsarbeiter in Davao City, um Schlangenbiss-Notfälle zu erkennen und zu behandeln, bevor die Patienten ins Krankenhaus gebracht werden.

Quellen