SPMC verstärkt Kampagne für Organspenden nach Tod
Das Southern Philippines Medical Center (SPMC) verstärkt seine Kampagne für Organspenden nach dem Tod. Nach einer erfolgreichen Mehrfach-Organspende im Krankenhaus betonte das SPMC, dass Missverständnisse, religiöse Überzeugungen und mangelnde Aufklärung die Anzahl lebensrettender Transplantationen im Land weiterhin begrenzen.
Dr. Dennis Benjamin O. Geli, medizinischer Offizier des SPMC SHARE Teams, berichtete, dass das Krankenhaus kürzlich eine Mehrfach-Organspende ermöglicht hat. Er betonte jedoch, dass viele Filipinos mit dem Programm zur Organspende nach dem Tod nicht vertraut sind. Geli nannte die geringe Bekanntheit des Programms ein großes Problem.
Viele Familien lehnen Organspenden ab, weil sie religiöse Gründe, Aberglauben oder Misstrauen gegenüber dem Programm haben. Geli nannte diese Gründe als Hauptursachen für die geringe Akzeptanz von Organspenden nach dem Tod. Er zeigte auf, dass viele Familien die Möglichkeit einer Organspende ablehnen, weil sie das Programm nicht verstehen oder ihm nicht vertrauen.
Geli hob den wachsenden Bedarf an Organspendern hervor, insbesondere für Nierentransplantationen. Er erklärte, dass jede Stunde ein Filipino an chronischer Nierenkrankheit erkrankt und die einzige Behandlung eine Transplantation ist. Er betonte, dass viele Menschen auf eine Nierentransplantation warten und ohne Spender keine Transplantationen möglich sind.
Während lebende Organspenden eine Option bleiben, nannte Geli die Organspende nach dem Tod praktischer, da sie mehrere Leben retten kann. Er erklärte, dass die Organspende nach dem Tod seit 1991 durch philippinisches Recht anerkannt ist, die öffentliche Akzeptanz jedoch trotz Jahrzehnten der Aufklärung niedrig bleibt.
Ein großes Hindernis ist das Missverständnis des Begriffs Hirntod. Viele Familien glauben, dass eine Genesung möglich ist, solange das Herz schlägt. Geli erklärte, dass das Herz nach der Feststellung des Hirntods innerhalb von 48 Stunden aufhört zu schlagen. Er betonte, dass Hirntod medizinisch und rechtlich als Tod gilt.
Geli bestätigte auch, dass einige Patienten auf der Warteliste für Nierentransplantationen sterben, bevor sie ein passendes Spenderorgan erhalten. Er erklärte, dass Nieren, die durch Organspenden nach dem Tod gespendet werden, über ein nationales Verteilungsystem zugewiesen werden. Einer der Nieren wird in der Regel innerhalb der Region zugewiesen, die andere über die nationale Warteliste, wodurch mehr Patienten eine Chance auf eine Transplantation erhalten.