Wirtschaft

SMPC klagt gegen DOE-Forderung nach Daten der Semirara-Mine

Die Semirara Mining and Power Corporation (SMPC) hat einen Makati-Gericht um Schutz gegen die Forderung des Energie-Ministeriums (DOE) nach vertraulichen Informationen gebeten. Diese Informationen betreffen den Ausschreibungsprozess für die Semirara-Mine.

Bangka fishing boats on shore in low tide near El Nido village, Palawan, Philippines
Symbolbild: Envato

Das DOE hatte SMPC in vier separaten Schreiben aufgefordert, detaillierte Informationen über seine Vermögenswerte zu liefern. Dazu gehörten geologische und technische Daten sowie eine detaillierte Liste der Ausrüstung.

SMPC argumentierte, dass die Vermögenswerte nicht für die Nutzung durch andere Bieter zur Verfügung stehen und daher nicht in deren Angeboten berücksichtigt werden sollten.

Das Unternehmen betonte, dass es die Vermögenswerte aufgrund seines Kohlebetriebsvertrages und des Coal Development Act besitzt. Das Ministerium kann die Vermögenswerte nur dann übernehmen, wenn SMPC sie nicht innerhalb eines Jahres nach Ablauf des Vertrages im Juli 2027 aus dem Produktions- und Explorationsgebiet entfernt.

SMPC erklärte, dass die Ausschreibung einen Gewinner wählen soll, der einen tragfähigen Minenplan hat und weiß, wie man ihn umsetzt. Das Ziel ist es, die Kohleproduktion nahtlos zu gestalten und die Grundlaststromerzeugung des Landes zu schützen.

Das Unternehmen betonte, dass der Ausschreibungsprozess am besten funktioniert, wenn jeder Teilnehmer eigene technische Studien durchführt und eigene Ansätze entwickelt. Dies soll verhindern, dass auf Informationen zurückgegriffen wird, die durch SMPCs Investitionen und Expertise über Jahrzehnte entstanden sind.

Die Offenlegung der Informationen weckte auch Bedenken hinsichtlich des Betriebs der Acacia-Mine. SMPC erklärte, dass kontinuierliches Pumpen das Eindringen von Wasser unter Kontrolle hält. Wenn das Pumpen stoppt, könnte die Mine vollständig überflutet werden und nicht mehr betriebsfähig sein. Dies würde etwa die Hälfte der förderbaren Kohlevorräte der Insel gefährden.

Das DOE argumentierte, dass die von SMPC erworbene Ausrüstung im Besitz des Staates ist, sobald SMPC seine Kosten gedeckt hat. SMPC hingegen behauptet, dass Vermögenswerte außerhalb der Produktions- und Explorationsgebiete sowie Ausrüstung, die innerhalb eines Jahres nach Vertragsende aus diesen Gebieten entfernt wird, im Besitz des Unternehmens bleiben.

Das Unternehmen stellte klar, dass seine Klage nicht dazu dient, den Ausschreibungsprozess zu stoppen oder zu verzögern. Es will Klarheit über eine rechtliche Frage, die seine rechtlichen und finanziellen Interessen beeinflussen könnte.

SMPC betonte, dass es weiterhin an der Ausschreibung teilnehmen, mit dem DOE zusammenarbeiten und seinen regulatorischen Verpflichtungen nachkommen will. Das Unternehmen versicherte, dass die Klage keine Auswirkungen auf die laufenden Bergbauoperationen hat, die bis zum Ablauf des Coal Operating Contract No. 5 im Juli 2027 normal weitergehen werden.

Quellen