Senatspräsident Gatchalian fordert Verbot von Smartphones an Schulen
Senatspräsident Sherwin Gatchalian erneuerte am Mittwoch seinen Aufruf, die Nutzung von Smartphones und anderen elektronischen Geräten während des Unterrichts an öffentlichen und privaten Schulen zu verbieten. Er sprach sich zudem für ein Verbot von sozialen Medien für Minderjährige aus. Hintergrund sind die zunehmenden gewalttätigen Vorfälle an Schulen.
Gatchalian reagierte auf die Aussetzung des Präsenzunterrichts an einer öffentlichen Schule in Batangas aufgrund einer Schusswaffendrohung. Er verwies auch auf einen vereitelten Angriff auf eine Schule in Laguna im Februar. Dabei sollen sieben Schüler von ausländischen Drahtziehern über das Online-Spiel Roblox rekrutiert worden sein.
Zu Beginn des Monats starben drei Schüler und mehrere weitere wurden verletzt, als zwei männliche Minderjährige in Tacloban City eine Schießerei veranstalteten. Die Behörden verhinderten einen weiteren mutmaßlichen Angriff in der Provinz Leyte. Zudem wurden Messerattacken an Schulen in Cavite und Batangas gemeldet.
Gatchalian setzt sich für die Verabschiedung des Senate Bill No. 627, des Electronic Gadget-Free Schools Act, ein. Das Gesetz soll die Nutzung von Smartphones und anderen elektronischen Geräten während der Schulstunden für Schüler von der Vorschule bis zur Oberstufe verbieten. Ausnahmen sind für den Unterricht vorgesehen, etwa bei Präsentationen oder anderen lehrergeführten Lernaktivitäten.
Das Gesetz erlaubt auch die Nutzung von Mobilgeräten für Schüler mit spezifischen gesundheitlichen Bedingungen sowie in Notfällen oder bei wahrgenommenen Bedrohungen. Gatchalian betonte, dass das Verbot von Smartphones an Schulen die Sicherheit der Schüler gewährleisten und sie auf den Unterricht konzentrieren soll.