Gesellschaft

Senator Marcoleta in Plünderungsvorwürfen verstrickt

Senator Rodante Marcoleta hat sich in eine schwierige rechtliche Lage gebracht. Er gab zu, im Jahr 2025 als Kongressabgeordneter 75 Millionen Pesos erhalten zu haben. Die Wahlkommission (Comelec) hatte ihn aufgefordert, dies zu erklären. Marcoleta argumentierte, dass er zu diesem Zeitpunkt noch kein Kandidat gewesen sei und das Geld daher nicht in seiner Erklärung über Einnahmen und Ausgaben aufgeführt wurde. Die Comelec akzeptierte diese Erklärung.

Die juristischen Argumente von Marcoleta könnten jedoch neue Probleme aufwerfen. Wenn das Geld keine Wahlkampfspende war, wie er selbst unter Eid erklärte, was war es dann? Staatsanwälte argumentieren nun, dass seine eigene eidesstattliche Erklärung Vorwürfe der indirekten Bestechung und des Plünderns unterstützt. Diese Vorwürfe erfordern mindestens 50 Millionen Pesos an unrechtmäßig erworbenem Vermögen, das von einem öffentlichen Amtsträger erhalten wurde.

Marcoleta hat sich in eine schwierige Lage gebracht, indem er selbst belastendes Material gegen sich vorlegte. Er hat sich bisher nicht auf seine juristischen Fähigkeiten gestützt, sondern sucht Schutz hinter seiner Kirche, der Iglesia Ni Cristo. Diese Kirche ist bekannt für ihre Blockwahlpraxis, bei der Mitglieder strengen Anweisungen folgen, anstatt kritisch zu denken.

Die Praxis der Iglesia Ni Cristo hat in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass unqualifizierte Politiker in öffentliche Ämter gewählt wurden. Diese Praxis hat auch dazu beigetragen, dass Bongbong Marcos zum Präsidenten und Sara Duterte zur Vizepräsidentin gewählt wurden. Diese Praxis wird als ein Mechanismus angesehen, der die politische Dysfunktion im Land perpetuiert.

Marcoleta scheint nun mehr auf die institutionelle Macht seiner Kirche zu vertrauen als auf die Stärke seiner eigenen Argumente. Er hat sich in eine rechtliche Ecke manövriert, aus der er sich schwer befreien kann. Seine Verteidigung könnte Zweifel an seiner Fähigkeit aufkommen lassen, andere in rechtlichen Angelegenheiten zu vertreten.

Quellen