Sicherheit

Schusswaffenangriff an einer Schule in Tacloban: Überlebende retten Mitschüler

Bei einem Schusswaffenangriff an der San Jose National High School in Tacloban, Leyte, retteten zwei Überlebende ihre Mitschüler. Sie setzten dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel.

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Symbolbild: Envato

In der Sendung Kapuso Mo, Jessica Soho berichtete ein Schüler, der sich Rocky nennt, dass er vier verletzte Mitschüler aus dem Gebäude getragen habe. Zwei von ihnen seien schwer verletzt gewesen, die anderen beiden hätten unter Atemnot und Trauma gelitten.

Rocky kannte einen der Angreifer. Dieser sei ein Klassenkamerad und habe im Unterricht kaum gesprochen. Die meisten der verletzten Schüler erlitten Panikattacken und Hyperventilation, einige hatten Streifschüsse.

Dr. Gloria Enriquez-Fabrigas, Leiterin des Tacloban City Hospital, bestätigte, dass elf Schüler behandelt wurden. Drei von ihnen hatten Schussverletzungen. Ein Schüler mit einer Kopfverletzung wurde ins Eastern Visayas Medical Center gebracht.

Am 22. Juni eröffneten ein 14-jähriger und ein 15-jähriger Schüler das Feuer. Drei Schüler starben, 20 weitere wurden verletzt. Angehörige der Opfer fordern Gerechtigkeit und machen sowohl die Verdächtigen als auch deren Eltern verantwortlich.

Neben dem Pfadfinder Chris Lorenz Fabian wird ein weiterer Schüler als Held gefeiert. Er half, die Klassenzimmertür zu verbarrikadieren, um die Angreifer abzuwehren. Ein Video zeigt, wie er und Lorenz die Tür blockierten, während die Angreifer versuchten, sie zu öffnen.

Lorenz und sein Mitschüler wollten sicherstellen, dass alle Schüler überleben. Einige Schüler weinten und schrien, während sie versuchten, die Tür zu halten. Das Klassenzimmer bleibt verriegelt und erinnert an das Trauma, das die Schüler und Lehrer erlebten.

Die Provinzregierung von Pampanga ehrte den getöteten Schüler Lorenz. Seine Familie lebte zuvor in Pampanga, bevor sie nach Tacloban zog. Zeugenaussagen und Videos zeigen, wie Lorenz die Tür schloss und festhielt, um die Angreifer abzuwehren. Er wurde von außen erschossen.

Eine Überwachungskamera zeigte Lorenz, wie er das Haus verließ, um zur Schule zu gehen. Seine Mutter Bea Fabian erinnerte sich, dass er sich über seine Badmintonschläger freute, weil sie ihn nicht dafür schimpfte. Sie sah das Video seines heldenhaften Aktes nur einmal.

Lorenz' letzte Worte an seine Mitschüler waren, dass sie ihn zurücklassen sollten, damit sie sich retten könnten. Bea Fabian beschrieb ihren Sohn als großzügig und hilfsbereit. Er habe immer seine Sachen mit seinen Freunden geteilt.

Quellen