Sicherheit

Schusswaffenangriff an einer Schule in Tacloban City: Drei Tote und 20 Verletzte

Am 22. Juni 2026 ereignete sich ein Schusswaffenangriff an der San Jose National High School in Tacloban City. Drei Schüler starben, 20 weitere wurden verletzt.

Students Raise Hands in Classroom with Teachervisootu2
Symbolbild: Envato

Die beiden Täter waren 14 und 15 Jahre alt. Sie nutzten Waffen, die ihnen von Erwachsenen zur Verfügung gestellt wurden. Der 14-Jährige benutzte eine Glock 9mm Pistole seiner Tante, einer aktiven Polizistin. Der 15-Jährige trug eine .38-Kaliber-Revolver, die einer Sicherheitsfirma in Cebu City gehörte.

Der Vorfall führte zu einer breiten öffentlichen Debatte und Berichterstattung. Die Polizei in Tacloban City vermutete, dass der 14-jährige Verdächtige von einem gewalttätigen Online-Spiel namens GoreBox beeinflusst wurde. Dieses Spiel zeigt explizite Schusswaffengewalt, bei der Spieler Menschen töten können.

Die beiden Jugendlichen könnten auch durch die Gewaltpolitik des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte beeinflusst worden sein. Während seiner Amtszeit waren die Philippinen von einer brutalen Anti-Drogen-Kampagne geprägt. Die Polizei tötete 6.252 Zivilisten, denen Immunität gewährt wurde. Menschenrechtsorganisationen schätzen die Gesamtzahl der Todesopfer auf über 30.000.

ICC in Den Haag angeklagt. Er soll die Tötung von Verdächtigen auf Live-Fernsehen befohlen haben. Die öffentliche Empörung über diese Morde blieb jedoch aus.

Die Debatte über den Vorfall in Tacloban City zeigt auch die Probleme mit Gewalt und Waffen auf den Philippinen. Jährlich werden mehr als 4.000 Morde von Erwachsenen begangen. Zudem sind etwa 2 Millionen philippinische Kinder jährlich von Online-Sexualmissbrauch und -gewalt betroffen.

Die Polizei und Medien vermuten, dass die Jugendlichen durch die Gewalt in Online-Spielen und die Politik Dutertes beeinflusst wurden. Die Gesellschaft und die Politik müssen nun Maßnahmen ergreifen, um solche Vorfälle zu verhindern.

Quellen